Putin’s Head

Putin’s Head.

Who will remove the head of Russian President Putin and offer it on a platter to the U.S.?

By Vasily Koltashov and Boris Kagarlitsky

October 29, 2014 „ICH“ – „Rabble“ – Editorial, by Vasily Koltashov and Boris Kagarlitsky, in Rabkor (Worker Correspondent), Oct 10, 2014, translated from the original Russian by Gaither Stewart

It seems that Russian authorities have found a way towards accommodation with the West. Liberals have become more powerful and are leading the talks.[1] They are ready to make concessions and see no problem in the sacrifice of Novorossiya, and, if necessary, even Russia’s own interests. There’s just one remaining question: who will remove the Russian president’s head and present it on a platter to the USA? (…)

SPON entdeckt Propaganda für den Kreml und sucht nach ‚Putins deutschen Gehilfen‘

NATO-Nachrichten-Magazin macht erneut Werbung für KenFM.
Ob das der Auflage in HH hilft wieder aus dem Keller zu kommen?
Nach dem „Stopt Putin jetzt“ Cover?
Wir denken eher nein…Übrigens, der Autor des „Artikels“ schreibt das Russia Today Ken Jebsen für einen Top-Journalisten hält. Obwohl Jebsen nur beim Radio anfing. Jebsen sei genau so seriös wie Russia Today, so der SPIEGEL-Autor Benjamin Bidder.

Wer die Facebookseite von Bidder ansurft stellt fest, Bidder steht auf Larry King. King hat ebenfalls als Radiomoderator angefangen. Er arbeitet heute u.a für….?????

Russia Today! OMG.. diese Schmerzen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-medien-zitieren-angebliche-deutsche-experten-a-999692.html

(…)
Stephan Best hat KenFMs Link kommentiert.
Peter Haisenko

muslim-markt.de
http://www.muslim-markt.de/interview/2010/haisenko.htm Wie so oft, behaupten viele Leitmedien nur ohne zu belegen. Dass das Britenbashing dem Spiegel nicht mundet -o.k. , aber z.B. in diesem Interview mit Herrn Haisenko findet sich nirgends eine Formulierung, die nur am Rande die genannten Vorwürfe gegen den Autor rechtfertigen würde.
Zu dem eigentlichen Hauptvorwurf Haisenkos die Einschusslöcher in die Kanzel von MH17 betreffend, dazu sagt der Spiegel nichts. Er kann auch nichts sagen, denn die Vernebelungstaktik westlicher Verantwortlicher wird vom Spiegel als ‚Faktum‘ nicht hinterfragt. Tolles Medium!
Es ist wohl kein Zufall, dass (zumindest im Netz) namhafte Journalisten und Autoren wie Ken Jebsen oder  Christph Hörstel als ‚Putins deutsche Gehilfen‘ bezeichnet werden. SPIEGEL-Autor Benjamin Bidder scheint ein untrügliches Gespür dafür zu haben von welchen Autoren, Quellen und Lektüren die Leserschaft des SPIEGEL abgehalten werden soll. Gerade der Ex-Pilot und Historiker Peter Haisenko muss in seiner Zitierfähigleit offensichtlich beschädigt werden. Werden doch seine Bilder und Schlussfolgerungen zum Abschuss der Boeing MH17 ebenso von den Leitmedien verschwiegen wie die Untersuchungen durch russische Ingenieure.
Herrn Bidders journalistische Methode gerät ihm allerdings mehr als unprofessionell (gelinde gesagt). Fakten oder begründete Argumente finden sich nirgends. Stattdessenwerden bekannte Verunglimpfungs-Keulen gezückt. Der Shitstorm im Netz gegen Herrn Bidder macht deutlich, dass solche Schreibe die aufgeklärten (bzw. sich selbst aufklärenden) Leser in Scharen davon treibt. Russland-Hetze braucht niemand!

Der Ukraine-Konflikt und die veränderten internationalen Beziehungen – Gabriela Simon -TP

telepolis, 28.10.2014 — www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/43/43140/1.html
Der Ukraine-Konflikt und die veränderten internationalen Beziehungen
von Gabriela Simon
Der Westen kann sich die Ablösung der westlichen Hegemonie nur als Rückkehr zur Bipolarität oder als Neuauflage des Kalten Krieges vorstellen
Im Ukraine-Konflikt hat der Westen sein Feindbild und sein Selbstbewusstsein wieder gefunden. Offen bleibt, welche internationalen Konstellationen sich daraus entwickeln. Beginnt gerade ein neuer Kalter Krieg? Eine Rückkehr zur bipolaren Welt? Erleben wir den Durchmarsch der alleinigen Weltmacht USA? Oder den Beginn eines großen globalen Durcheinanders? Mit seinem harten Vorgehen gegen Russland schweißt der Westen antihegemoniale Bündnisse fester zusammen. Seine internationalen Machtstrategien stoßen zunehmend auf Widerstand. Kleiner Versuch einer Gesamtschau.
Für das Selbstbewusstsein des Westens erweist sich der internationale Konflikt um die Ukraine als reinster Jungbrunnen. Eben noch eine Ansammlung „marktkonformer Demokratien“ in EU-Europa und eine westliche Führungsmacht, deren völkerrechtswidrige Kriege und international praktizierte Foltermethoden man mit Grausen zur Kenntnis nahm, wandelte sich der Westen in kurzer Zeit wieder zur „Wertegemeinschaft“, die ihre historische Rolle im Kampf gegen die finsteren Mächte der Unfreiheit findet. Leitartikler zögerten nicht, eine Zeitenwende auszurufen, eine neue Ära, die, glauben wir Michael McFaul, dem ehemaligen US-Botschafter in Moskau, eine Ära der Konfrontation mit „Putins Russland“[1] sein müsse. Im Weißen Haus wurde die alte Strategie[2] reaktiviert, Russland weltweit zu isolieren und in einen „Paria-Staat“ zu verwandeln. Und auch die Nato hatte wieder ihren Feind gefunden. Die Welt teilte sich nach alter Gewohnheit in Gut und Böse und der Westen konnte seinen Anspruch auf eine globale Führungsrolle wieder legitimieren.
Doch kaum waren die Instrumente der neuen Konfrontationsstrategie im Einsatz, stellte sich heraus, dass sich die Welt tatsächlich grundlegend geändert hat, dass längst eine neue Ära existiert, aber eine, die so gar nicht zu den Vorstellungen des Westens passen will. Russlands Präsident Wladimir Putin konnte zwar problemlos vom G8-Gipfeltreffen ausgeschlossen werden. Doch schon bei der G20 scheiterte dieser Versuch am einhelligen Widerstand der BRICS-Gruppe. Auch die Wirtschaftssanktionen wirken nur begrenzt, weil BRICS-Staaten und eine Reihe weiterer Länder in die Marktlücken sprangen, die von der Sanktionspolitik gerissen wurden.
Der Westen macht im Ukraine-Konflikt die Erfahrung, dass Russland Teil von etwas ist, das sich seiner Kontrolle zunehmend entzieht. Die tektonischen Verschiebungen im internationalen System seit Beginn dieses Jahrhunderts, der Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte und die Entwicklung antihegemonialer Allianzen – all das wird nun im Kräftemessen zwischen den Westen und „Putins Russland“ manifest. Die Frage nach der neuen Ära muss deshalb anders gestellt werden. Was hat sich im System der internationalen Beziehungen seit Beginn dieses Jahrhunderts verändert? Und wie wirken sich diese neuen Konstellationen auf die Interessen und Perspektiven der am Ukraine-Konflikt beteiligten Staaten aus?
Seidenstraßenstrategien  …
Die mächtige Welle der neoliberalen Globalisierung verliert zusehends an Einfluss …
Revolte auf leisen Sohlen …
Wovor sich der Westen drückt  …
Anhang  …
Der vollständige Text ist als pdf-Datei (7 S.) im Anhang verfügbar sowie über URL:
www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/43/43140/1.html
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange News
martin.zeis@gmxpro.net

Ukraine-Wahl: Wie rechts (nationalistisch – nazistisch) ist das neue Parlament?

Guten Tag zusammen,

man hat den Eindruck, die Wahl in der Ukraine war so lange interessant, bis die Ergebnisse nicht ausgezählt waren. Da wurde Präsident Poroschenko und seinem Block schon gratuliert, bevor auch nur ein nennenswerter Teil der Wahlzettel ausgewertet war.

Als sich abzeichnete, dass die vom jetzigen Ministerpräsidenten Jazenjuk angeführte „Volksfront“ mehr Stimmen erhielt, lautete die Sprachregelung „Ukraine hat pro-europäisch gewählt“. Das Scheitern der Rechten wurde schon bejubelt. Die Bundesregierung und die EU sprechen von einem „Sieg der Demokratie“.

Ein Leser der „Nachdenkseiten“, Richard Kresse, liefert heute eine Detailanalyse zu den Wahllisten und einigen Kandidaten. Um die vergangene und zukünftige Entwicklung in der Ukraine beurteilen zu können, muss man sich gewisse Namen merken, denn Radikale und Gewaltbereite tauchen unter verschiedenen politischen „Hüten“ wieder auf.

Mit dem – so wie es aussieht – Wahlsieger Jazenjuk bleibt im übrigen auch ein Mann an vorderster Stelle, der von den USA auserkoren wurde (man erinnere sich an das geleakte Telefonat von Victoria Nuland, in dem über die richtigen Personalien verhandelt wurde und sie wörtlich „Jaz“ statt „Klitsch“ als den Richtigen benannte.

Unklar ist zur Zeit noch, wie viele Rechte/Nazis Direktmandate erhalten, denn die Hälfte der Sitze wird durch Direktwahl vergeben. So wird der Chef des berüchtigten „Rechten Sektors“, Dmitri Jarosch, ziemlich sicher einen Abgeordnetenplatz direkt erringen.

Der vollständige Text Kresses ist im Anhang verfügbar, ein längerer Textauszug folgt.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Schenk

globalcrisis-globalchange/News

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23733

Leserbrief von Richard Kresse:

Nach aktuellem Stand der Dinge verpasst die Partei “Swoboda” knapp den Wiedereinzug ins Parlament, obwohl sich das durchaus noch ändern kann, auf alle Fälle bekommt sie einige Direktmandate. In den Medien wird Swoboda zumeist als “rechtspopulistisch” dargestellt, was in infamer Weise verniedlichend ist. Dazu muss man wissen, dass die Partei sich erst 2004 in den aktuellen Namen (übersetzt “Freiheit”) umbenannt hat. Zuvor firmierte sie unter dem Namen “Sozial-Nationale Partei der Ukraine”, ein Name, der Ihnen zweifellos bekannt vorkommt. Die heutige Swoboda hält damit auch absolut nicht hinter dem Berg, und ein Blick auf die dankenswerterweise auch auf Englisch existierende Homepage lohnt sich, auch hinsichtlich des Parteiprogramms, das praktisch 1:1 von der NSDAP übernommen sein könnte. Es gäbe zu dieser Partei viel zu sagen, beispielsweise, dass Abgeordnete nach dem Umsturz in Kiew den Direktor eines Fernsehsenders verprügelten und zum Rücktritt zwangen, ohne dass es irgendwelche Folgen für sie gehabt hätte, oder dass der Parteichef, Oleg Tjahnibok, eine beeindruckende Zitatesammlung im Netz hinterlässt.

Ferner zieht die Partei eines weiteren “Rechtspopulisten” ins Parlament ein. Es handelt sich dabei um die sogenannte “Radikale Partei” (kurz für “Oleg Ljaschkos radikale Partei”), … dennoch ist es beispielsweise bemerkenswert, dass etliche Kandidaten dem neonazistischen Netzwerk “Sozial-Nationale Versammlung” entstammen. Ljaschko selbst ist ein radikaler Nationalist, unter anderem Mitbegründer des berüchtigten Battaillons “Azow”, das sogar hierzulande bereits für Schlagzeilen sorgte. Wie Amnesty International in einem Bericht feststellte, unterhält Ljaschko eine Kampagne der Gewalt, Einschüchterung und Folter, wobei er vollständige Immunität vor jedweder Strafverfolgung zu genießen scheint. …

Nimmt man die aktuellen, jeweils abgerundeten Ergebnisse von Swoboda, Radikaler Partei und des weit abgeschlagenen Rechten Sektors (auf den ich hier nicht weiter eingehe) zusammen, kommt man bereits auf 12% der Stimmen. Addiert man noch die abgerundeten Ergebnisse der Partei Julia Timoschenkos, “Vaterland”, (Sie erinnern sich sicher: Sie ist der Ansicht, man müsse die Russen mit “Atombomben” vernichten und Putin “in den Kopf” schießen) hinzu, kommt man auf 17%.

Das eigentliche Problem ist aber auch die neu gegründete Partei des Premiers und in unseren Medien als “Pro-Europäer” gefeierten Arseni Jazenjuk, die “Volksfront”, die auf jeden Fall über 20% der Stimmen erhalten hat und womöglich sogar stärkste Kraft wird. Aus Jazenjuks Geist entspringt die irrwitzige Idee, an der russischen Grenze eine Mauer zu bauen, ebenso ist er ein Verfechter des fortgesetzten Krieges, im Übrigen auch um die Krim. Ferner hat er die Rebellen im Osten des Landes und die sie unterstützenden Russen als “Untermenschen” bzw. “subhumans” bezeichnet, … . Es gibt viele Äußerungen Jazenjuks, die an seiner demokratischen Gesinnung massive Zweifel aufkommen lassen.
Interessant ist ansonsten einerseits, dass die “Volksfront” auf den vorderen Listenplätzen eine gewisse Tetjana Tschernowol (Platz 2) beherbergt, ihres Zeichens Aktivistin aus den Reihen der offen rechtsextremen und antisemitischen Gruppierung UNA-UNSO, die sich während der Ereignisse auf dem Maidan dem Rechten Sektor anschloss. Andererseits und noch bedeutsamer findet sich dort ein Andrji Parubij (Platz 4), der in unseren Medien seinerzeit des Öfteren als “Kommandant des Maidan” hofiert wurde. Bei ihm handelt es sich um einen Mitbegründer der oben bereits erwähnten Swoboda-Vorgängerpartei “Sozial-Nationale Partei”, auch wenn er später zur Partei “Vaterland” wechselte – man darf mutmaßen, aus Karrieregründen, zumal er beispielsweise noch 2010 das Europäische Parlament bat, die Kritik an der Entscheidung, Stepan Bandera posthum den Titel “Held der Ukraine” zu verleihen, zurückzunehmen. Er war nach dem Umsturz Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und steuerte in dieser Funktion den “Anti-Terror-Einsatz” gegen den Osten. Auch seine Rolle während der Ereignisse auf dem Maidan, die zahlreiche Ukrainer das Leben kosteten, ist umstritten. Der aktuelle Parlamentspräsident, Olexandr Turtschinow, der die Fraktion der KPU auflöste (und mithin die einzige echte Opposition) und das Verbotsverfahren anstrebt, kandidiert auf Platz 3.
Kurz: Die “Volksfront” mag pro-europäisch sein. Sie ist aber auch von Neonazis und Rechtsextremen in herausragenden Positionen besetzt und ist, selbst wenn man das vollständig ausklammert, auch so extrem nationalistisch, anti-russisch und alles andere als friedensfreudig.

Ukraine-Parlament-Rechtsruck-2014_10_28.pdf