Erinnerungen an Walter MOSSMANN (* 31. August 1941 in Karlsruhe; † 29. Mai 2015 in Breisach)

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=14341

Walter Mossmann ist gestorben
Publiziert 30. Mai 2015
Walter Mossmann – unser Freund, Demokrat, Liedermacher, Wyhl- und Gorleben-Aktivist, Redner, Autor, Journalist & Regisseur ist am 29.5.2015 in Breisach gestorben. Er kreierte mit dem “Lied vom Lebensvogel”, dem Gorleben-Lied, eine Hymne der Anti-AKW-Bewegung.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer & ehemaliger Wyhl-Aktivist, hat uns die traurige Nachricht übermittelt. Axel schreibt: “Der erfolgreiche Protest gegen ein AKW im Wyhler Wald wurde von einer wunderbar unterschiedlichen und dennoch passenden Gruppe engagierter Menschen getragen, von Frauen und Männern, Kaiserstühler Winzern, von konservativen Bauern und linksalternativen Freiburger Freaks.
Einer dieser (nicht nur damals Aktiven) war unser Freund Walter Mossmann, ein analytisch kluger, scharfzüngiger Redner, Autor, Journalist, Regisseur und Liedermacher der (nicht nur!) bei der Erstellung wichtiger Texte der BI´s (Erklärung der 21 Bürgerinitiativen an die badisch-elsässische Bevölkerung) eine wichtige Rolle spielte. Sein “alemannisch” war manchmal ein wenig holprig, doch wenn es um gute, kluge Texte, Lieder, Reden und Analysen ging, war Walter Mossmann einer der wichtigen “Schreiber und Texter” der damaligen Anti-Atom-Bewegung, nicht nur in Wyhl und Gorleben. Walter war ein “Meister der Wortes” der uns in diesen schwierigen Zeiten fehlen wird.”
Hier ein Auszug aus einem der vielen Lieder von Walter Mossmann:
Die Wacht am Rhein
Im Elsaß und in Baden
war lange große Not
da schossen wir für unsre Herrn
im Krieg einander tot.
Jetzt kämpfen wir für uns selber
in Wyhl und Marckolsheim
wir halten hier gemeinsam
eine andere Wacht am Rhein.
Auf welcher Seite stehst du?
He! Hier wird ein Platz besetzt.
Hier schützen wir uns vor dem Dreck
nicht morgen, sondern JETZT!
Walter Mossmann projizierte die Idee vom Dreyeckland («es hat keine Grenzen sondern fließende Übergänge») auch auf die damals real existente und am schärfsten bewachte Grenze Europas, den Eisernen Vorhang, der an der Elbe die BRD von der DDR trennte. In seinem im deutschen Sprachraum weithin bekannten gewordenen «Lied vom Lebensvogel» sang er schon 1978:
„Da, wo die Elbe rauskommt aus dem Zaun, der unter Strom steht und schießt,
da, wo die Elbe n’Zaun lang durch die grüne Stille fließt,
steht dreiunddreißig Jahre, viel zu lange schon,
eine zerbrochne Brücke als Sinnbild der Region,
wo rechts und links vom Wasser verwandte Menschen wohn’,
für die der Fluss so breit wie n’Weltmeer ist.
Da denk ich an den Oberrhein, die Grenze zwischen Wyhl und Marckolsheim –
Warum soll so’n Zusammenschluss hier ausgeschlossen sein?
Die Herrn in Ost und West spielen mit uns ein schlimmes Spiel,
schau, unter unsern Füßen brennt derselbe heiße Müll,
und doch sind uns die Nachbarn drüben fremd, «das Land ist still»
noch ist es still, noch …
So sing doch, Vogel, sing, dass Gorleben lebt, dass dort der Totengräber seine eigene Grube gräbt…“
Axel: “Gerade das Lied vom Lebensvogel war eine große Ermutigung für die Umweltbewegung, die berühmte “kurze Rast im quellenkühlen Tal” auf dem langen Weg in eine nachhaltige Zukunft.
Walter war ein kritischer Demokrat und undogmatischer Linker, dem alle “Ismen” und insbesondere der Antisemitismus zutiefst zuwider waren. Er zeigte Rudi Dutschke den Wyhl-bewegten Kaiserstuhl, erinnerte an den von US-Konzernen gesteuerten Umsturz 1973 in Chile und sang das UNRUHIGE REQUIEM für unseren in Nicaragua ermordeten Freiburger Freund Tonio Pflaum.”
Die Umweltbewegung und die sozialen Bewegungen haben einen angenehm-unbequemen Freund und Mitstreiter verloren. Wir sind traurig!
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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Anti-Atom-Widerstandsfilm „S’Weschpenäscht – Die Chroniken von Whyl 1972-1982“
Sozialpolitik | Sa, 26/01/2013 – 16:41
Film „S’Weschpenäscht – Die Chroniken von Whyl 1972-1982“
BRD 1982 112 min
Regiekollektiv: Medienwerkstatt Freiburg
Im Rahmen der Ausstellung „Was wäre wenn…“ möchte der AStA der TUB euch einen weiteren Film zeigen:
Ein Film der die staatsgrenzenüberschreitende Anti-Atom Widerstandsbewegung der Badisch-Elsässichen Bürgerinitativen (BI’s) am Dreyeckland (Deutschland; Schweiz, Frankreich), eine der größten der Geschichte, in Kurzform darstellt. Wie alles mit ein paar Leuten begann, wie sie immer mehr wurden und wie sie sich nicht vom Staat verarschen ließen. Es war für mich sehr faszinierend zu sehen auf was für radikale Erklärungen und Aktionen sich die bis zu 25 BI’s, welche sich per direktdemokratischem Delegiertensystem organisierten, damals einigten. Sie riefen zu Besetzungen von Bauplätzen auf, führten Besetzungen durch, forderten z.B. „kein AKW in Whyl und anderswo“. Dieser Film hält uns mal wieder gut vor Augen, was möglich ist, wenn sich viele Menschen in solidarischer Weise gemeinsam organisieren.
Der Film, weitere Filme und weiterführende sehr informative Texte sind zu finden im Buch:
Bibliothek des Widerstands Band 18 „Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv I Die AKW-Protestbewegung von Wyhl bis Brokdorf“
Termin: Dienstag, 12. Februar 2013 – 18:00 bis 20:00
Ort: Plenarium AStA TUB
Typ: AStA
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Medienwerkstatt Freiburg
Der Kauf und/oder Verleih des Dokumentarfilms S’WESCHPENÄSCHT ist möglich unter:
34) S’WESCHPENÄSCHT – – Die Chronik von Wyhl 1970 -1982
      Medienwerkstatt Freiburg, BRD 1982, 85 Min.
      Verleih 25,00€ / Kauf (V+Ö) — € / Homevideo 20,00  € (jeweils zzgl. Versand und MwSt.)
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange News
martin.zeis@gmxpro.net

Presseschau vom 30.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/05/31/presseschau-vom-30-05-2015/

Presseschau vom 26.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/05/26/presseschau-vom-26-05-2015/

Wie nah am Abgrund steht das globale Finanzsystem – TP 

Wie nah am Abgrund steht das globale Finanzsystem?

Ernst Wolff 24.05.2015

Eine Umkehr ist ausgeschlossen, da die Politik nicht zur Abschreibung riesiger Schuldenberge und die Finanzaristokratie nicht zum Verzicht auf gigantische Vermögen bereit ist

„The big one“ ist der Begriff für das ganz große Erdbeben, das seit über einhundert Jahren in Kalifornien erwartet wird. Als „the big one“ könnte man auch den bevorstehenden und mittlerweile unausweichlichen Crash des Weltfinanzsystems bezeichnen. 

Beide Ereignisse haben eines gemeinsam: Man weiß, dass sie eintreten werden, kann den Zeitpunkt des Eintritts aber nicht genau vorhersagen. Neben diesen Parallelen gibt es aber auch einen wesentlichen Unterschied: Während die Verschiebung tektonischer Platten nur von Erdbebenforschern verstanden wird, lässt sich das Finanzsystem zumindest in groben Zügen auch ohne Volkswirtschaftsstudium begreifen. Versuchen wir also, die derzeitige Situation geschichtlich einzuordnen und herauszufinden, an welchem Punkt der Entwicklung wir inzwischen angekommen sind. 

Die Grundzüge unseres Finanzsystems

Unser gegenwärtiges Finanzsystem geht auf die Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 zurück. Sie machte den an Gold gebundenen US-Dollar zur weltweiten Leitwährung und verschaffte den USA als stärkster Siegermacht Zugang zu allen Märkten der westlichen Welt. 1971 zwang die ausufernde Zunahme der Dollarmenge die US-Regierung, die Goldbindung des Dollars zu lösen. (…)

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/45/45024/1.html

Presseschau vom 24.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/05/24/presseschau-vom-24-05-2015/

Presseschau vom 21.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news und novorosinform sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/05/21/presseschau-vom-21-05-2015/

NATO, Russland, Ukraine – ein Versuch Rote Linien zu erkennen 

NATO, Russland, Ukraine – ein Versuch Rote Linien zu erkennen 

Veröffentlicht am 20. Mai 2015 von Kai EHLERS 

(Überarbeiteter und gekürzter Vortrag von der Konferenz: „1955 – 2015: 60 Jahre BRD in der NATO – 60 Jahre Herausforderung für Friedenspolitik und Friedensbewegung“) 

Siebzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, im zweiten Jahr des ukrainischen Krieges findet die Moskauer Parade zum Sieg über den Faschismus in Abwesenheit der damaligen Alliierten und heutigen westlichen Partner, dafür in demonstrativer Gegenwart des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping statt. An der Parade auf dem Roten Platz beteiligen sich anstelle westlicher Abordnungen wie in den Jahren zuvor dieses Mal Paradetruppen aus China, Indien, Kasachstan, Weißrussland, Tadschikistan, Kirgisien und der Mongolei. Demonstrativ führt Russland sein moder- nisiertes Waffenarsenal vor. In seiner die Parade begleitenden Rede fordert Putin allerdings nicht etwa die Weltherrschaft, wie manche Medien ihm andichten, sondern die Schaffung eines weltweiten Sicherheitssystems ohne Blöcke. 

(…)
 
Stellt sich also letztlich die Frage, von welcher „roten Linie“ ist hier die Rede?

Strategische Eckdaten…
Antworten auf diese Frage sind nicht aus der Propaganda zu gewinnen, weder aus westlicher noch aus russischer. Sie ergeben sich aus einer Analyse der Hauptelemente der gegenwärtigen Krisenentwickelung. Deren Kern ist: Wir leben immer noch in der nachsowjetischen Transformation. Sie ist inzwischen, nach kurzen Siegestaumel der kapitalistischen Welt in eine allgemeine, den ganzen Globus erfassende Krise der heutigen profitgesteuerten Industriegesellschaft übergegangen. Eine grundlegende Neuordnung steht heute auf der Tagesordnung der heutigen Weltgesellschaft.
Diese Entwicklung stößt an die Grenzen eines bloß ökonomisch definierten Wachstums, sie drängt immer mehr Menschen als „Überflüssige“ an den Rand der Gesellschaft. Durch den Zerfall der festen Strukturen der bipolaren Welt entsteht zugleich einen Prozess nachholender Nationenbildung, der in seiner plötzlich freigesetzten Dynamik radikale Nationalismen hervorbringt. Schließlich ließ das Aufbrechen der Blockpolarität nach dem Zerfall der Sowjetunion eine globale Pluralität von Staaten und Regionen entstehen, die sich nach vorübergehender Unterordnung unter die Hegemonie der USA inzwischen zu einer neuen pluralen Völker- und Staatengemeinschaft zusammenfinden müssen und wollen, bei dem die bisherigen Hegemonialmächte nur Gleiche unter Gleichen sein können.

Soziale Proteste, Revolten, nationalistische Exzesse und geopolitische Zusammenstöße im Zuge der Neuordnung, der Abgrenzungen von Märkten und Einflusssphären, der wechselnden politischen Bündnisse sind in dieser Übergangssituation vor- programmiert.
 
(…)  —  Hervorh.  m.z. —
 
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS

Griechenland kann Schuldendienst ganz einfach aussetzen

Der im folgenden Artikel vertretene Vorschlag Eric TOUSSAINT’s an GR, den Ausnahmezustand ausrufen, die Bedienung der Schulden aussetzen, um die sozialen Bürgerrechte zu garantieren, trifft auf einige innere und äußere Herausforderungen/Schwierigkeiten:

Die Einstellung der Schulden-/Zins-Zahlungen müsste zeitgleich und aus dem off einhergehen mit:

— totalen Kapitalverkehrskontrollen, um den Abfluss von Geldern/mobilen Werten außer Landes zu verhindern;
— der vorbereiteten, sofortigen Verstaatlichung des gesamten Bankensektors, der unmittelbar von der griechischen Nationalbank – in der zur Verfügung stehenden neuen Währung – refinanziert werden müsste, da er – ggf. vorübergehend – vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten wird (= Erhaltung der inneren Zahlungsfähigkeit und -verpflichtungen);
— der parallelen Veröffentlichung des von Touissants angekündigten Berichts, der den größten Teil der Außenschulden als odious debt (unmoralische Schulden) klassifizieren dürfte;
— zwei plus x Wochen Bankferien,um die völlige Kontenleerung und eine weitere häusliche Speicherung der Einlagen zu blockieren und diese aber gleichzeitig zu sichern, da sich sonst – zypernlike – die EZB und andere Gläubiger aus dem Finanzsektor dieser Einlagen per Haircut (Enteignen ab z.B. 50.000 Euro Einlage) bemächtigen werden (alles schon 2012 von Mc Kinsey und anderen Strolchen vorgedacht, berechnet und in Blaupausen umgesetzt);
— einem bis dahin vorbereiteten Einholen von Großkrediten (mit langem Rückzahlungsmoratorium) außerhalb der Eurozone (in Frage kommen hier derzeit nur zwei Großmächte und Finanzinstitutionen der BRICS+) …

Aus der Flut an Nachrichten und Einschätzungen (u.a. „Endgame um Hellas“ von Tomasz Konicz – vgl. Text II) ist eine Vorhersage,

— ob die Syriza-Regierung das Standing und den dafür notwendigen, ausreichend großen Rückhalt in der Bevälkerung für das oben skizzierte Vorgehen hat;
— ob der German-Block und die EZB – im Hintergrund der NATO-Master US – letztlich einen „vorläufigen Kompromiss“ eingehen und weitere Euro-Milliarden ohne Bedingungen in Bälde einschießen;
— oder ob der von Konicz und vielen anderen (u.a. auf zerohedge, Bloomberg, Reuters …) beschriebene Vernichtungskurs/-willen gegenüber der Syriza-Regierung obsiegt;

schwer zu treffen.

Grüße,
Martin Zeis
Der im folgenden Artikel vertretene Vorschlag Eric TOUSSAINT’s an GR, den Ausnahmezustand ausrufen, die Bedienung der Schulden aussetzen, um die sozialen Bürgerrechte zu garantieren, trifft auf einige innere und äußere Herausforderungen/Schwierigkeiten:

Die Einstellung der Schulden-/Zins-Zahlungen müsste zeitgleich und aus dem off einhergehen mit:

— totalen Kapitalverkehrskontrollen, um den Abfluss von Geldern/mobilen Werten außer Landes zu verhindern;
— der vorbereiteten, sofortigen Verstaatlichung des gesamten Bankensektors, der unmittelbar von der griechischen Nationalbank – in der zur Verfügung stehenden neuen Währung – refinanziert werden müsste, da er – ggf. vorübergehend – vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten wird (= Erhaltung der inneren Zahlungsfähigkeit und -verpflichtungen);
— der parallelen Veröffentlichung des von Touissants angekündigten Berichts, der den größten Teil der Außenschulden als odious debt (unmoralische Schulden) klassifizieren dürfte;
— zwei plus x Wochen Bankferien,um die völlige Kontenleerung und eine weitere häusliche Speicherung der Einlagen zu blockieren und diese aber gleichzeitig zu sichern, da sich sonst – zypernlike – die EZB und andere Gläubiger aus dem Finanzsektor dieser Einlagen per Haircut (Enteignen ab z.B. 50.000 Euro Einlage) bemächtigen werden (alles schon 2012 von Mc Kinsey und anderen Strolchen vorgedacht, berechnet und in Blaupausen umgesetzt);
— einem bis dahin vorbereiteten Einholen von Großkrediten (mit langem Rückzahlungsmoratorium) außerhalb der Eurozone (in Frage kommen hier derzeit nur zwei Großmächte und Finanzinstitutionen der BRICS+) …

Aus der Flut an Nachrichten und Einschätzungen (u.a. „Endgame um Hellas“ von Tomasz Konicz – vgl. Text II) ist eine Vorhersage,

— ob die Syriza-Regierung das Standing und den dafür notwendigen, ausreichend großen Rückhalt in der Bevälkerung für das oben skizzierte Vorgehen hat;
— ob der German-Block und die EZB – im Hintergrund der NATO-Master US – letztlich einen „vorläufigen Kompromiss“ eingehen und weitere Euro-Milliarden ohne Bedingungen in Bälde einschießen;
— oder ob der von Konicz und vielen anderen (u.a. auf zerohedge, Bloomberg, Reuters …) beschriebene Vernichtungskurs/-willen gegenüber der Syriza-Regierung obsiegt;

schwer zu treffen.

Grüße,
Martin Zeis

I
http://www.dikaiologitika.gr/eidhseis/oikonomia/60676/tousen-stasi-pliromon-sto-xreos-kai-xoris-tokous-borei-na-kanei-i-ellada

Griechenland kann Schuldendienst ganz einfach aussetzen


Griechenland kann Schuldendienst ganz einfach aussetzen
GR-Blog – 18. Mai 2015

Der Historiker und Wirtschaftswissenschaftler Eric Toussaint (s. Bild) vertritt, Griechenland könne ohne weiteres zu einem Zahlungsstopp schreiten.

Τουσέν: «Στάση πληρωμών» στο χρέος και χωρίς τόκους μπορεί να κάνει η Ελλάδα

Griechenland kann den Ausnahmezustand ausrufen und hat so die Möglichkeit, die Bedienung der Verschuldung einseitig (und ohne Auflaufen von Verzugszinsen) auszusetzen, um den Bürgern des Landes grundsätzliche Menschenrechte – wie Bildung, Gesundheit, Nahrung und Renten – zu garantieren.

Diese Erklärung kommt von dem wissenschaftlichen Koordinator des internationalen Teams des parlamentarischen “Ausschusses für die Wahrheit der öffentlichen Verschuldung”, Erik Toussaint, der vertritt, die griechische Verschuldung sei nicht tragfähig – und zwar nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, da klar ist, dass Griechenland seine Schulden nicht zu tilgen vermag, sondern auch unter dem Aspekt der Menschenrechte.

Verletzung der Verfassung und internationaler Abkommen
Bei seiner Begegnung am 15 Mai 2015 mit dem griechischen stellvertretenden Minister für Sozialversicherung, Dimitris Stratoulis, fügte Herr Toussaint an, der Wahrheitsausschuss für die Verschuldung “wird einen vorbereitenden Bericht erstellen, da es starke Anzeichen gibt, dass sowohl die griechische Verfassung als auch die internationalen Abkommen verletzt worden sind, welche die Menschenrechte garantieren“.

Herr Stratoulis merkte seinerseits an, die Austerität habe begonnen, “weil die Verschuldung 127% des BIP tangiert hatte. Nach all den barbarischen Maßnahmen der Troika und der Regierungen Samaras – Venizelos erreichte die Verschuldung 175% des Bruttoinlandprodukts“. Nur dass nach fünf Jahren die Verschuldung des Landes “von eineinhalb Millionen Arbeitslosen, drei Millionen Armen, hunderttausenden Unternehmensschließungen auf dem Markt und einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Katastrophe begleitet wird“.

Weiter wiederholte Dimitris Stratoulis, “die (SYRIZA-) Regierung hat sich verpflichtet, bis zum Schluss eine Politik zu befolgen, die auf die Eindämmung der Katastrophe in der griechischen Wirtschaft und die Stützung der Arbeitnehmer und Rentner abzielt, die von der Troika und ihren Lakaien brutal geschlagen wurden“.

II
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44977/1.html
Endgame um Hellas
Tomasz Konicz
TP, 20.05.2015

Berlin setzt alles in Bewegung, um an Griechenland ein Exempel zu statuieren und die dortige Linksregierung möglichst schnell zu delegitimieren

(…)

Mit dem Wegfall etlicher peripherer EU-Länder aus der Eurozone würden auch die enormen Vorteile abschmelzen, die der strukturell unterbewertete Eurokurs der deutschen Exportwirtschaft verschafft. Letztendlich läuft somit auch das Festhalten am Sparregime auf einen Zerfall des deutschen Europa hinaus – indem immer mehr Krisenländer mittelfristig aus der abschmelzenden „deutschen“ Eurozone genötigt werden. Berlins Krisenpolitik befindet sich somit in der Sackgasse.
Diese krisenbedingt zunehmende strukturelle Instabilität der Eurozone wird noch durch eine geopolitische Dimension verschärft. Sollte Griechenland aus der europäischen Währungsunion ausscheiden, dann könnte sich das Land geopolitisch in Richtung Moskau orientieren, wie es in der Russlandvisite des griechischen Premiers Tsipras sich bereits andeutete.
Eine solche geopolitische Machtverschiebung käme für Berlin, Brüssel wie auch Washington einer ausgewachsenen Katastrophe gleich, die ein enormes – auch militärisches – Eskalationspotenzial mit sich bringen würde.

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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange NEWS
martin.zeis@gmxpro.net

Presseschau vom 19.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news und novorosinform sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind […]

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2015/05/19/presseschau-vom-19-05-2015/