Ukraine-Konflikt und wie er Chinas Interessen tangiert!!

Gepostet von Elke Schenk
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> https://www.wsws.org/de/articles/2014/03/08/chuk-m08.html
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> China vorsichtig nach proamerikanischem Putsch in der Ukraine >
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> Von James Cogan
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> 8. März 2014
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> Die Entwicklungen in der Ukraine stellen eine Gefahr für wichtige strategische und wirtschaftliche Interessen Chinas dar. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte lang hat China mit Bedacht wirtschaftliche und militärische Beziehungen zu Russland im Rahmen der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) aufgebaut. Ursprünglich sollte die SCO ein Gegengewicht zu den Interventionen der USA in Zentralasien sein. Neben Russland gehören der SCO die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan an. Für China war sie ein Weg, landgestützte Transportwege für Energie und Rohstoffe aufzutun, um nicht mehr auf die von den USA kontrollierten Seewege von und zum Nahen Osten und nach Afrika angewiesen zu sein. >
> In den letzten Jahren hat China seinen Zugang zu eurasischen Rohstoffen weiter nach Westen vorgeschoben. Es hat sich insbesondere landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine zu sichern versucht, um seine Abhängigkeit von Lieferungen aus den USA und ihren engen Verbündeten wie Australien zu vermindern. 2012 gewährte die chinesische Export-Importbank der Ukraine einen Kredit über drei Milliarden US-Dollar für die Entwicklung landwirtschaftlicher Projekte. Der Kredit sollte durch Getreidelieferungen zurückgezahlt werden. >
> Im Juni 2013 unterzeichnete ein großes chinesisches Staatsunternehmen einen über 50 Jahre laufenden Pachtvertrag im Wert von etwa 2,6 Mrd. Dollar für die Nutzung von drei Millionen Hektar ukrainischen Ackerlands. Das war der größte je von einem chinesischen Konzern abgeschlossene Pachtvertrag für Ackerland. Die Ernte wird zu festen Preisen an chinesische Käufer geliefert. Auf den ersten 100.000 Hektar Ackerland wird in Dnipropetrowsk in der zentralöstlichen Ukraine bereits angebaut. >
> Gleichzeitig hat China bedeutende Waffenkäufe in der Ukraine getätigt, darunter seinen ersten Flugzeugträger, der jetzt unter dem Namen Liaoning in Dienst steht. >
> Nachdem die Regierung von Viktor Janukowitsch am 21. November letzten Jahres bekanntgegeben hatte, dass sie das geplante Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union auf Eis lege und stattdessen eine engere Zusammenarbeit mit Russland anstrebe, sah es aus, als ob die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und China vor einem großen Aufschwung stünden. >
> Während faschistische und rechtsradikale Organisationen amerika- und EU-freundliche sowie regierungsfeindliche Demonstrationen in Kiew abhielten, besuchte Janukowitsch vom 3. bis 6. Dezember Peking und unterzeichnete mehr als zwanzig Vereinbarungen, die für die Ukraine chinesische Investitionen in Höhe von Dutzenden Mrd. Dollar in Aussicht stellten. >
> Schon ab 2015 sollten staatliche chinesische Banken beginnen, Kredite in Höhe von fünfzehn Mrd. Dollar für Wohnungsbau auszuzahlen. Ca. dreizehn Mrd. Dollar sollten in den Bau eines neuen Tiefseehafens, eine Weizenverschiffungsanlage und einen damit verbundenen Industriepark auf der Krim fließen. Die ukrainische Nationalbank sollte fünf Milliarden Dollar in Renminbi erhalten, damit der Handel direkt in chinesischem Bargeld erfolgen kann. Andere Projekte beinhalten den Bau einer Gasraffinerie und weitere landwirtschaftliche Investitionen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Ukraine dazu, chinesische Baufirmen, Ausrüstung und Baumaterialien einzusetzen und die Exporte von landwirtschaftlichen Produkten nach China auszuweiten. >
> Die Abkommen zwischen der Ukraine und China waren vermutlich einer der Faktoren, die die Regierung Obama und ihre europäischen Verbündeten motiviert haben, ihre Stellvertreterkräfte in der Ukraine verstärkt zu unterstützen, um Janukowitschs Regierung zu stürzen. >
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> Alle Dilemmata, vor denen die herrschende Elite Chinas steht, treten durch die Krise in der Ukraine offen zutage. Ihre Interessen und Ambitionen werden vom US-Imperialismus in jedem Teil der Welt behindert und sabotiert. >
> Das Pekinger Regime hat historisch die Aufspaltung bestehender Nationalstaaten abgelehnt, da es fürchtet, dass die USA separatistische Bestrebungen unter den ethnischen Minderheiten Chinas schüren könnten, um das Land von innen zu destabilisieren oder sogar ganze Teile seines Staatsgebiets abzutrennen. Im Zentrum seiner Außenpolitik steht das Beharren, dass Taiwan – egal, was dessen Bevölkerung davon hält – ein untrennbarer Teil von China ist und wieder mit dem Festland vereinigt werden muss. >
> Peking ist sich schmerzlich bewusst, dass jede Unterstützung seinerseits für ein Referendum über die Abtrennung der Krim oder anderer von Russland kontrollierter Teile der Ukraine Forderungen befeuern würde, Taiwan, Tibet oder die westchinesische Provinz Xinjiang, die von Uiguren bewohnt wird, und möglicherweise sogar Hong Kong über ihre Unabhängigkeit abstimmen zu lassen. Außerdem würde das zwangsläufig bedeuten, dass das neue Regime, das in Kiew eingesetzt wird, die Abkommen rückgängig machen würde, die China erst vor drei Monaten mit Janukowitsch unterzeichnet hat – allerdings könnte es dazu ohnehin kommen, wenn Washington und die EU dies diktieren. >
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> siehe auch hier:
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> http://blog.zdf.de/3sat.makro/2014/03/06/ukraine-die-kornkammer/ >
> und hier:
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> http://www.handelsblatt.com/politik/international/riesige-flaechen-china-kauft-ackerland-in-der-ukraine-auf/8826952.html >
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> Riesige FlächenChina kauft Ackerland in der Ukraine auf
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> 22.09.2013, 12:04 Uhr
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> Die Ukraine verfügt über riesige Ackerflächen. In einem einzigartigen Deal will sich China den Zugriff auf dieses Land sichern. Es geht um eine Fläche so groß wie Brandenburg. Und das ist erst der Anfang.

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