Kai Ehlers: Roter Faden durch den ukrainischen Dschungel

Ich dokumentiere diesen Artikel von Kai Ehlers zur besseren Orientierung im derzeitigen Ukraine Dschungel.
Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: “E.Schenk” <e.schenk>
Datum: 7. Mai 2014 09:26:48 MESZ
An: eu-s%e.schenk
Betreff: Kai Ehlers: Roter Faden durch den ukrainischen Dschungel

http://www.russland.ru/roter-faden-durch-den-ukrainischen-dschungel/

Roter Faden durch den ukrainischen Dschungel


Aktuell bewegt sich dieser Konflikt im Eskalationsmodus, in dem nur schwer
noch zu erkennen ist, welches Ereignis Ursache, welches Wirkung ist. Versuchen
wir die Vorgänge zu entwirren. Was ist Stand? Wo könnte die Reise hingehen?

Spaltung des Maidan

Beginnen wir mit dem Maidan. Unübersehbar ist, dass die Maidan-Proteste dabei
sind sich zu spalten. Da ist zum einen die Entwicklung des Kiewer ?Euro-
Maidan?, aus dessen allgemeiner sozialer und kultureller Protestmasse der
?Rechte Sektor? als radikaler bewaffneter Arm des Maidan hervorging. Im
Gegenzug entstanden erste Elemente des ?Anti-Maidan?, anfangs noch politisch
konturlos, durch die Regierung Janukowytsch´s. organisiert. In dem Zuge, in
dem der ?Rechte Sektor? nach Eintritt einiger seiner Führungsfiguren in die
Übergangsregierung seine Anhänger landesweit für die Fortführung der
?nationalen Revolution? im Süden und im Osten des Landes mobilisierte,
erweiterte sich der ?Anti-Maidan? zu einer dem Kiewer-Nationalismus
entgegengesetzten pro-russischen Bewegung, die ihrerseits gewaltbereite
Nationalisten hervorbrachte.

Als ?Euro-Maidan? und ?Anti-Maidan? stehen sich beide Bewegungen inzwischen
gegenüber, scheinbar scharf unterschieden in ihrer Ausrichtung gegenüber
Europa. Tatsächlich sind gerade die radikalsten ?Euro-Maidaner? keineswegs
Freunde des Westens, im Gegenteil, als ukrainische Nationalisten, die für eine
Ukrainisierung der Ukraine eintreten, sind sie im Kern radikale Gegner des
europäischen Liberalismus und Föderalismus. Ihre Orientierung auf Europa
entspringt blankem opportunistischem Populismus.

Die ?Anti-Maidaner? andererseits sind in der Mehrheit keineswegs vor allem
Gegner Europas, und keineswegs alle dafür sich Russland anzuschließen;
vielmehr stehen viele von ihnen mit ihren Forderungen nach regionaler
Autonomie und föderaler Gliederung des Landes europäischem Gedankengut weitaus
näher als die zentralistisch denkenden rechten ?Euro-Maidaner?. Anti-
europäisch ist nur eine Minderheit extremer, russisch orientierter oder gar
aus Russland zur Bruderhilfe über die offenen Grenzen diffundierter russischer
Nationalisten, von denen es in Russland nicht wenige gibt. Die Tausende
Rechter, Chauvinisten, Rassisten, offene Nationalisten, die jährlich als
?Russischer Marsch? durch Moskau und andere Städte ziehen, sind eine harte
Realität.

Inzwischen sind die rechten Maidan Nationalisten, legalisiert durch ihre
Regierungsbeteiligung nach dem Sturz von Janukowytsch, als paramilitärische
Truppe zur Durchsetzung der ?Nationalen Revolution? an der Seite der von der
Übergangsregierung neu geschaffenen ?Nationalgarde? und des ukrainischen
Heeres ins Land ausgeschwärmt. Die extremen pro-russischen Nationalisten
ihrerseits sind bereit, ihnen militärisch zu begegnen. Gemäßigte örtliche
Bevölkerung, die sich von Kiew nicht vertreten sieht, wird in diesem Wirbel
mit hinein gerissen. Die Folgen dieser Konstellation konnte man in den letzten
Tagen in Odessa, Slawjansk, Charkow und anderen Orten des Ostens und
Südostens sehen.

Pogrom in Odessa,

In Odessa setzte ein aufgeputscher nationalistischer Mob, eine Mischung aus
rechten Fußballfans, pro-ukrainischen Maidan-Sympathisanten und angereisten
Kämpfern des ?rechten Sektors? den Aufruf der Kiewer Regierung zur Säuberung
des Landes von ?separatistischen Terroristen? in der Weise um, dass er ? nach
vorangehenden Konfrontationen am Vormittag ? ein pro-russisches Agitationscamp
vor dem Gewerkschaftshaus im Zentrum der Stadt überfiel und danach ihre
?Gegner?, die vor der Übermacht des 1500köpfigen Mobs in das Gebäude
geflüchtet waren, durch gezielte Brandstiftung bei lebendigem Leibe
verbrannte.

Menschen, die sich durch Sprünge aus den Fenstern zu retten versuchten, wurden
zudem noch unter frenetischen Gejohle als ?Vögel die fliegen wollen?
verspottet, zu Tode geprügelt oder beschossen, während die örtlichen
Ordnungskräfte untätig blieben. Anschließend wurden wahllos mehr als 120
Menschen in Haft genommen.

Mindestens 46 Tote wurden offiziell gezählt, über 100 z.T. schwer Verletzte.
Schätzungen privater Bergungsarbeiter sprechen von mindest doppelt so vielen
Todesopfern.

Am Tag darauf stand, wie nicht anders zu erwarten, der Süden und Osten der
Ukraine ideologisch in Flammen.

Aus diesen Flammen können jederzeit neue tödliche Zusammenstöße in Odessa und
anderswo hervorgehen.

Rechtfertigungen und Verharmlosungen

Ereignisse wie diese sind nicht mehr durch guten Willen vor Ort zu stoppen,
sondern nur noch durch Verständigung der kleinen und großen ?player?. Aber
statt zu deeskalieren, rechtfertigten die örtlichen Verantwortlichen die
Vorgänge als erfolgreichen Kampf gegen Terrorismus. Julia Timoschenko,
Präsidentschaftskandidatin für die am 25. Mai bevorstehenden Wahlen,
bezeichnete das Verbrennen von Menschen in Odessa als ?Schutz administrativer
Gebäude?. Sie erklärte, ?friedliche Demonstranten? hätten einen Sieg über
russische ?Diversanten? errungen.

Eskalationen

… Der UN-Sicherheitsrat sah sich nicht in der Lage, die Vorgänge zu
verurteilen. Angela Merkel, während dieser Vorgänge bei Barak Obama zu Besuch,
einigte sich mit ihm darauf, Russland neue Sanktionen für den Fall anzudrohen,
falls die Wahlen am 25. Mai nicht ?ordnungsgemäß? ablaufen könnten ? eine
eigenartige Drohung angesichts der Tatsache, dass sich die Sanktionen gegen
Russlands angebliche Interventionen in die inneren Angelegenheiten der Ukraine
richten.

In den deutschen Medien schrumpfte der ungeheuerliche Vorgang, wenn man sich
auch schockiert zeigte, auf die Meldung ein, ?irgendwie? sei das
Gewerkschaftshaus in Odessa ?in Brand geraten?. Ein in letzter Zeit weit
herumgereichter ?Experte? des Antifaschismus, Prof. Andreas Umland, Dozent für
Europastudien an der nationalen Universität in Kiew, sprach die Vermutung aus,
jemand habe vielleicht eine brennende Zigarette weggeworfen! Im Übrigen machte
er, wie immer, Putin verantwortlich.

Bis auf wenige Ausnahmen wiederholen sich hier Muster, mit denen schon die
Radikalisierung des Kiewer Maidan durch den bewaffneten ?Rechten Sektor? zu
einer rebellierenden Folklore heruntergespielt wurde. Putin dagegen wird
weiter als neuer Hitler, als Stalin, als Tschingis Chan usw. dämonisiert, der
das Interesse der EU und der USA an der Entstehung einer multipolaren
Weltordnung durch seinen Expansionismus hintertreiben wolle.

Kein Wort dagegen zur Osterweiterung der NATO- und der EU, zur Abfolge der vom
Westen inszenierten bunten Revolutionen in den Jahren 2003 bis 2006, zum
Versuch die Ukraine und Georgien 2008 in die NATO aufzunehmen. Kein Wort über
den expansiven Charakter der Nachbarschaftspolitik der EU. Kein Wort über die
wiederholten Angebote Russlands, über die KSZE eine Sicherheitsarchitektur von
Wladiwostok bis Lissabon aufzubauen.

Die sozialen Elemente des Maidan

Nur schwer unter dieser verzerrten Berichterstattung zu erkennen, entwickelt
sich das andere Maidan-Feld weiter, jenes, das auch am Anfang des Kiewer
Maidan stand: Die Forderungen nach Abschaffung der korrupten Oligarchen-
Willkür, die das Land trotz seiner Reichtümer in unterentwickeltem Zustand
hält und die Bevölkerung wirtschaftlich und sozial knebelt, der Ruf nach
höheren Löhnen, nach Existenzabsicherung, nach Ausbau der sozialen
Infrastruktur. Proteste dieses Charakters werden inzwischen vor allem in den
östlichen und südlichen Gebieten deutlich, wo Menschen Klage über zerfallende
wirtschaftliche Infrastruktur, Arbeitslosigkeit, nicht gezahlte oder niedrige
Löhne und dergl. führen. Zorn über die um die Hälfte steigenden Gas-, Wasser-
und Strompreise, über die Halbierung des Einkommens durch die Abwertung des
Griva, Unmut über Verordnungen wie die, dass von jedem Handybesitzer, ein
Solidarbeitrag für die Finanzierung des Heeres von Staats wegen einbehalten
wird, kommen jetzt aktuell noch dazu.

Der Druck der Reformen, welche die EU und der IWF auf dem Weg zu zukünftigen
Assoziierungsvereinbarungen versprochen haben, lässt auch für die Zukunft
weitere Preoteste erwarten, zumal sie auch den Bodensatz der Maidan-
Forderungen bildeten, die bis jetzt in keiner Weise erfüllt wurden. Auch in
Kiew und auch im Westen der Ukraine ist die soziale Misere, ungeachtet der
nationalistischen Beimischungen, die sich im Laufe der Maidan-Entwicklung
verselbstständigt haben, ein treibendes Element der Unzufriedenheit gewesen.
Wachsende soziale Proteste sind auch im Westen und in Kiew zu erwarten, denn
anstelle der Regierung von Räubern hat die Ukraine nun eine von Erpressern
bekommen. Das oligarchische Personal wurde lediglich ausgetauscht, ja mehr
noch, mit Antritt der Übergangsregierung sind die Oligarchen aus dem
Hintergrund, aus dem heraus sie davor ihren Einfluss wahrnahmen, nun als neue
Gouverneure, als Gebietschefs, als Sonderbeauftragte, die offen anstelle der
Kiewer Regierung entscheiden, als Präsidentschaftsanwärte selbst auf die
politische Bühne getreten, nun aber noch dazu als offene Statthalter des
?Westens?.

Die Übergangsregierung beabsichtigt offenbar, das lässt sich ihrem
gegenwärtigen Kurs entnehmen, die sozialen Konflikte ins nationalistische
Fahrwasser abzulenken, um sie so als ?separatistisch?, ?pro-russisch?,
?landesverräterisch?, ?terroristisch? u.ä. denunzieren und mit diesen
Begründungen unterdrücken zu können. Wohin diese Politik treibt, lässt ein
Vorschlag von Julia Timoschenko erahnen, den Veteranen des 2. Weltkriegs die
Durchführung der 9. Mai-Paraden zu untersagen, mit denen seit Kriegsende 1945
der Sieg der Roten Armee im ?vaterländischen Krieg? über den Faschismus
gefeiert wurde. Es bedarf keiner großen Fantasie, wie diese Provokation auf
die pro-russischen Bevölkerungsteile der Ukraine wirkt, auch wenn Frau
Timoschenko ihren Vorschlag zurzeit nicht selbst umsetzen kann. Das ist eine
Steilvorlage für russische Nationalisten.

Russlands Haltung

Ob Russland bereit ist, sich in die Ereignisse in der Ukraine militärisch
einzumischen, muss sich zeigen. Zu hoffen ist, dass die russische Führung sich
nicht dazu hinreißen lässt. Mit der Einverleibung der Krim hat die russische
Regierung ein unmissverständliches Zeichen gesetzt, dass sie eine weitere
Ausdehnung von NATO und EU nach Osten nicht hinzunehmen bereit ist.

Russlands Grundhaltung ist jedoch, allen Behauptungen der westlichen
Propaganda zum Trotz, in ihrer Grundlinie defensiv. Die Eurasische Union, vom
Westen lange belächelt, nun plötzlich als aggressive Konkurrenz wahrgenommen,
ist von Seiten Kasachstans, Russlands und Weißrusslands nicht als
Verdrängungsprojekt gegenüber der EU projektiert, sondern als tendenzieller
Kooperationspartner in einem sich zwischen den Polen China und Europa plural
neu ordnenden Eurasien als Teil einer multipolar gedachten Weltordnung.

Die Eingliederung der Krim in die russische Föderation wäre mit Sicherheit
nicht erfolgt, jedenfalls nicht in dieser Form und nicht in zu diesen Kosten,
wenn Russland sich angesichts des Umsturzes in der Ukraine nicht zu diesem
Schritt als Präventivmaßnahme zum Schutz der Schwarzmeerflotte veranlasst, gar
gezwungen gesehen hätte. Wie weit auch die Sorge um die Sicherheit der
Bevölkerung der Krim eine berechtigte Rolle gespielt haben könnte, stellt sich
aus heutiger Sicht vielleicht anders dar als direkt nach dem Umsturz in Kiew.
Die Krim blieb von den aktuellen Eskalationen verschont, bis jetzt jedenfalls.


In der Frage des Gesichtsverlustes steht Russlands Regierung zwischen ihren
Landsleuten, die einen Einsatz zum Schutz russischer Interessen und russisch
sprachiger Menschen fordern und der internationalen Staatengemeinschaft, der
gegenüber Russland nicht als Expansionist erscheinen will, sondern als
derjenige, der für eine multipolare Ordnung der Welt eintritt. Das ist eine
strategische Perspektive, die Russland auf Anregung Chinas seit den
Perestroika-Tagen Michail Gorbatschows verfolgt.

Kurz, Russland ist zu Runden Tischen bereit, die auf Lösungen jenseits
einseitiger Einflussnahmen zielen: Gespräche zwischen den beiden Maidan-
Parteien in der Ukraine, Gespräche zwischen allen Konfliktbeteiligten unter
Vermittlung der OSZE, Gespräche zwischen den großen ?playern? ? wenn sie auf
Augenhöhe unter Achtung gegenseitiger Interessen stattfinden.

Die Frage ist einfach, ob auch die übrigen Konfliktparteien dazu bereit sind.
Liest man den neuesten Aufruf zum Dialog, den der deutsche Außenminister
Frank-Walter Steinmeier soeben in der Presse veröffentlicht hat, könnte man
Hoffnung darauf haben; liest man seinen Aufruf vor der Folie der
Vereinbarungen zwischen Obama und Merkel, schrumpft Steinmeiers Aufruf zum
Feigenblatt.

Eins ist klar, solange ein US-geführter Westen glaubt, weiter mit Sanktionen
gegen Russlands angeblich drohende Interventionsabsichten vorgehen und die
Kiewer dagegen durch CIA-Präsenz und Militärhilfen aufrüsten zu müssen, wird
es keine Deeskalation geben. Diese Art der Deeskalation sieht eher nach einer
aus anderen Zeiten bekannten ?Vorwärtsverteidigung? aus.

Kai Ehlers, www.kai-ehlers.de

Vollständiger Artikel unter der o.a. url sowie in der pdf-Datei im Anhang

Viele Grüße

Elke Schenk

WHITE BOOK ON VIOLATIONS OF HUMAN RIGHTS AND THE RULE OF LAW IN UKRAINE; Ministry of Foreign Affairs/Russian Federation; April 2014

Von: Martin Zeis <martin.zeis>
Datum: Dienstag, 6. Mai 2014 10:43
An: “Global Change engl. Liste” <gc-special-engl%Martin.zeis>
Betreff: WHITE BOOK ON VIOLATIONS OF HUMAN RIGHTS AND THE RULE OF LAW IN UKRAINE; Ministry of Foreign Affairs/Russian Federation; April 2014

On May 05, 2014 the Russian Ministry of Foreign Affairs has released a
White Book on violations of human rights and the rule of law in Ukraine
November 2013 – March 2014“:

WHITE BOOK
ON VIOLATIONS OF HUMAN RIGHTS AND THE RULE OF LAW IN UKRAINE
(NOVEMBER 2013 — MARCH 2014)
Ministry of Foreign Affairs
of the Russian Federation
Moscow
April 2014

TABLE OF CONTENTS

Introduction …………………………………………………………………………5
Violations of the right to life, violations
of public order and safety, the use of torture,
inhuman treatment and committed iniquity ………………………………7
Interference in the internal affairs
of a sovereign state …………………………………………………………….29
Weapons, equipment, and tactics
of the Euromaidan participants. Evidence
of deliberately committed violence and provocations
by the so-called “Peaceful demonstrators” ……………………………35
Violations of the right for freedom of thought and belief,
including political beliefs, and violations of the right
to express them. Restrictions on freedom of the media
and intimidation of dissidents. Censorship ……………………………..41
Discrimination along ethnic and linguistic lines,
xenophobia and racial extremism.
Incitement of racial hatred ……………………………………………………51
Religious intolerance, including threats
to the Ukrainian Orthodox Church
of the Moscow Patriarchate ………………………………………………….59
Conclusion …………………………………………………………………………63

Full text availabe at:
www.mid.ru/bdomp/ns-dgpch.nsf/03c344d01162d351442579510044415b/38fa8597760acc2144257ccf002beeb8/$FILE/ATTLUY3T.pdf/White_book.pdf

Summary
by Oriental Review
May 05, 2014 (1)

„… The report contains a chronological record of the HR violations in Ukraine based on monitoring of Ukrainian, Russian and some Western media, statements and announcements made by the leaders of the “new government” of Ukraine and their supporters, numerous eyewitness accounts, including those posted on the Internet, as well as records based on observations and interviews with people on the scene, and those collected by non-governmental organization The Foundation for Researching Problems in Democracy, and the Moscow Bureau for Human Rights. It is supported by extensive photo and documentary footage.

The facts exposed in the book clearly demonstrate that under the influence of extremists from ultranationalistic and neo-Nazi forces, and with the active support of the USA and the European Union and its members, the protests in Ukraine which bore an initially peaceful character rapidly escalated into a coercive rebellion and, in the end, the forceful seizure of power and an unconstitutional coup d’état.

These dramatic events were accompanied by widespread and gross violations of human rights and freedoms on the part of the self-proclaimed government and its supporters. As a result, manifestations of extremist, ultranationalist, and neo-Nazi sentiments, religious intolerance, xenophobia, blatant blackmail, threats, pressure placed by the Maidan leaders on their opponents, purges and arrests amongst them, repression, physical violence, and sometimes plain criminal lawlessness have become commonplace in today’s Ukraine.

In all of Ukraine’s regions, but especially in the southeastern part of the country, Ukrainian radical nationalists, instructed by the de facto authorities in Kiev and their external patrons, are ramping up the pressure on Russian-speaking citizens who do not want to lose the centuries-old ties that bind them to Russia and Russian culture.
The reporting covers the period since November 2013 till the end of March 2014. The situation even worsened later on and culminated in the horrific massacre committed by the Ukrainian ultras in Odessa on May 2, 2014 leaving 46 dead (officially) and hundreds of wounded.“ URL: https://www.youtube.com/watch?v=YKpJ1-ECpPg

Call
„ORIENTAL REVIEW calls all concerned citizens of the world to deliver this report to your national authorities and distribute it widely among relevant institutions and parties. Together we can stop the madness of war and ethnic terrorism in Ukraine!“

Note:
http://orientalreview.org/2014/05/05/the-white-book-on-violations-of-human-rights-and-the-rule-of-law-in-ukraine

Der Medien-GAU von Odessa

https://www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/der-medien-gau-von-odessa

Vorzügliche Übersicht über das neuerliche Versagen der bundesdeutschen Medienlandschaft.

Richard Zietz

04.05.2014 | 20:04 13

Der Medien-GAU von Odessa

Ukraine-Konflikt Stell dir vor, 40 Menschen werden abgefackelt und die freie Presse sieht weg. Wie das geht, haben die deutschen Medien am Wochenende vorgeführt. Der Bericht zum Info-GAU.

Die falschen Toten, die falschen Täter. Hinzukommend: ein unpässlicher Zeitpunkt sowie Staatsinstitutionen, die selbst dem wohlmeinenden Teil des Publikums nicht mehr vermittelbar sind. Was macht der deutsche Qualitätsjournalist in einem solchen Fall? Er vertuscht, verschweigt, spielt runter und hypt, wenn das alles nicht reicht, künstlich hochgepuschte Alternativereignisse. Wie das Genre Manipulation & Vertuschung in der Praxis funktioniert, war am ersten Mai-Wochenende in der Praxis zu erleben. Die schwersten Straßenkrawalle seit den Maidan-Ereignissen Ende Februar. Über 40 Menschen, die in einem gebrandschatzten Gewerkschaftshaus ums Leben kamen. Über 200 Verletzte. Eine Regierung, der an einer Aufklärung der Geschehnisse ganz offensichtlich nicht gelegen ist. Ist das ein Thema? Berichterstattenswert? Für ARD, ZDF, Süddeutsche, Zeit, F.A.Z. und den Rest des sogenannten Alpha-Journalismus explizit nicht. Vielmehr legten die deutschen Leitmedien einen Info-GAU hin, der den Vergleich mit der vielgeschmähten Berichterstattung russischer Medien in keiner Weise zu scheuen braucht. (Mehr über den Link oben!)

Odessa – Freitag & Junge Welt

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Gerhard Wendebourg <gw>
Datum: 5. Mai 2014 02:21:52 MESZ
An: globalcrisis%Martin.zeis
Kopie: medienwatch
Betreff: Odessa – Freitag & Junge Welt

https://www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/der-medien-gau-von-odessa

http://www.jungewelt.de/2014/05-05/030.php

Keine Tragödie – Odessa und die Faschisten

Von Rüdiger Göbel

In der südukrainischen Stadt Odessa bringen Trupps organisierter Pro-EU-Faschisten unterstützt von einem örtlichen Mob mehr als 40 Menschen in der Gewerkschaftszentrale um. Die Gegner der Kiewer Machthaber werden gezielt attackiert. Der Angriff ist vorbereitet, Benzin und leere Flaschen für Molotowcocktails sind bereitgestellt. Die Behörden lassen die Angreifer beim Autodafé gewähren. »Hört mal, laßt uns sie abfackeln in dem Gebäude«, ist auf einem der Videos zu hören, das den Überfall dokumentiert. Die zur Schau gestellte Menschenverachtung kennt keine Grenzen. Wer vor dem Feuer zu fliehen versucht, auf den schießen die Belagerer oder der wird halb totgeprügelt. Die Polizei schaut tatenlos zu, der Gouverneur lobt die Brandstifter: »Sie haben Terroristen neutralisiert.«

Politik und Medien hierzulande verharmlosen den politisch motivierten Massenmord. Man stelle sich vor, was los wäre, hätten »prorussische Separatisten« ein derartiges Verbrechen unter EU-Anhängern mit ihren blau-gelben Fahnen angerichtet. So wird von einer »Tragödie« schwadroniert, die keine Täter kennt. Das ARD-Nachrichtenportal tagesschau.de vermeldet am Tag nach dem antirussischen Terrorangriff: »Nach Auseinandersetzungen war in Odessa ein Gewerkschaftsgebäude in Flammen aufgegangen, weil Brandbomben durch die Fenster geschmissen worden waren.« Und als Farce die Lüge am »Tag der Pressefreiheit« dazu: »Wer genau dafür verantwortlich ist, ist nicht klar.« Auch das ZDF weiß nur von einem »Brand in einem Gewerkschaftshaus« nach »Ausschreitungen zwischen pro-russischen Separatisten und Anhängern der Regierung in Kiew«. Dito die großen Nachrichtenagenturen. Faschisten kennt man da nicht.

Auch über die Ausfälle der prowestlichen Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko, die vor wenigen Wochen erst von Bundeskanzlerin Angela Merkel geherzt worden ist, schweigt sich die »Qualitätspresse« aus. Die frühere »Gasprinzessin« wertet das Verbrennen von Menschen in Odessa als »Schutz von Verwaltungsgebäuden« und nennt die Brandstifter aus dem Maidan-Lager »friedliche Demonstranten«, wie ihre den Regierungschef stellende »Vaterlandspartei« ohne Skrupel mitteilt. Sie liegt im Trend ukrainischer Medien, die jubilierend das »Ausräuchern« von »Terroristen« durch »Patrioten« vermelden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reiht sich ein bei den Faschisten-Verstehern, wenn er den braunen Mob entlastet und allgemein über die »Brandkatastrophe« lamentiert, als handle es sich um ein unvorhergesehenes Naturereignis. Der SPD-Politiker entblödet sich angesichts der im Gewerkschaftshaus Verbrannten und Erstickten nicht, von den politisch Verantwortlichen »auf beiden Seiten« zu fordern, jetzt dürfe »nicht noch mehr Öl ins Feuer gegossen werden«. Da paßt es, daß in den von von EU-Fans kontrollierten Teilen der Ukraine die Befreiung vom Faschismus am 8./9. Mai als »Tag der Trauer« begangen wird.

Widerstand wird stärker

Nach Massaker in Odessa und Schüssen auf Demonstranten wächst Wut auf Putschisten in Kiew. Weitere Behörden in Donezk besetzt. Truppen zurückgedrängt

zum Artikel: http://www.jungewelt.de/2014/05-05/001.php[http://www.jungewelt.de/2014/05-05/001.php]

Blutbad in Odessa

Kiews nationalistischer Mob wütet in der Südukraine: Dutzende bei Angriff auf Gewerkschaftshaus mit Brandbomben getötet. Erklärung der ukrainischen linken Gruppe »Borotba«

zur Erklärung: http://www.jungewelt.de/2014/05-05/012.php[http://www.jungewelt.de/2014/05-05/012.php]

Odessa im Schock
Reaktionen: http://www.jungewelt.de/2014/05-05/013.php[http://www.jungewelt.de/2014/05-05/013.php]

NATO-Staaten vermeiden Benennung von Tätern. Timoschenko dankt Brandstiftern
Reaktionen auf Odessa: http://www.jungewelt.de/2014/05-05/002.php[http://www.jungewelt.de/2014/05-05/002.php]

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