Schlagwort-Archive: china

“Ein Sturm zieht auf” – EU-Handelskammer warnt vor China-“Decoupling” (german-foreign-policy.com)

Newsletter –

(Eigener Bericht) – Die European Chamber of Commerce in China dringt auf energische Schritte zur Verhinderung einer ökonomischen Abkopplung („Decoupling“) der Volksrepublik vom Westen. Wie es in einer Studie heißt, die die Handelskammer gemeinsam mit dem Mercator Institute for China Studies (Merics) aus Berlin erstellt sowie vergangene Woche vorgelegt hat, droht das von Washington mit stets neuen Sanktionen forcierte „Decoupling“ Unternehmen aus der EU empfindliche Verluste zuzufügen: Sie könnten sich schon bald vor die Entscheidung gestellt sehen, sich entweder vom hochprofitablen chinesischen Markt zurückziehen oder ihre Produkte aufwendig in zweierlei Ausführung herstellen zu müssen, eine für den Westen, eine für China. Beides wäre mit herben Einbußen verbunden. Im Kampf gegen das Decoupling hat die EU noch kurz vor dem Ende der deutschen Ratspräsidentschaft ein Investitionsabkommen mit China geschlossen, das nächstes Jahr in Kraft treten soll; es kommt vor allem deutschen Firmen zugute. Für diese stellt das Chinageschäft in der Coronakrise einen Rettungsanker dar.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8489/

Die Folgen des Übergangs vom Industrie zum Finanzkapitalismus

Die Folgen des Übergangs vom Industrie- zum Finanzkapitalismus

7. Januar 2021

Michael HUDSON und Pepe ESCOBAR haben letzten Monat an der Henry George School of Social Science einen harten Blick auf Miete und Rent-Seeking geworfen.

Das Nobelkaufhaus Saks Fifth Avenue hat vor einer Black-Lives-Matter-Demonstration in New York private Sicherheitskräfte, Zäune und Stacheldraht aufgestellt, 7. Juni. 2020. (Anthony Quintano, CC BY 2.0, Wikimedia Commons)

Michael Hudson: Nun, ich fühle mich geehrt, hier in der gleichen Show mit Pepe zu sein und über unser gemeinsames Anliegen zu sprechen. Und ich denke, man muss das ganze Thema so einrahmen, dass China auf dem Vormarsch ist und der Westen das Ende der ganzen 75-jährigen Expansion erreicht hat, die er seit 1945 hatte.

Es gab also die Illusion, dass Amerika wegen der Konkurrenz aus China de-industrialisiert wird. Und die Realität ist, dass es keine Möglichkeit gibt, dass Amerika reindustrialisiert und seine Exportmärkte zurückgewinnt, mit der Art und Weise, wie es heute organisiert, finanziert und privatisiert ist, und wenn es China nicht gäbe. Der “Rust Belt” würde immer noch vor sich hin rosten. Die amerikanische Industrie wäre immer noch nicht in der Lage, im Ausland zu konkurrieren, einfach weil die Kostenstruktur in den Vereinigten Staaten so hoch ist.

Michael Hudson. (Wikimedia Commons)

Der Wohlstand wird hier nicht mehr durch Industrialisierung gemacht. Er wird finanziell erwirtschaftet, hauptsächlich durch Kapitalgewinne. Steigende Preise für Immobilien oder für Aktien und für Anleihen.  In den letzten neun Monaten, seit das Coronavirus hierher kam, wuchs das oberste 1 Prozent der US-Wirtschaft um 1 Billion Dollar. Es war ein Glücksfall für das eine Prozent. Der Aktienmarkt ist weit oben, der Anleihenmarkt ist oben, der Immobilienmarkt ist oben, während der Rest der Wirtschaft nach unten geht. Trotz der Zölle, die Trump auf chinesische Importe erhoben hat, steigt der Handel mit China, weil wir einfach keine Materialien produzieren.

Amerika stellt seine Schuhe nicht selbst her. Es stellt keine Schrauben und Muttern oder Verbindungselemente her, es stellt keine industriellen Dinge mehr her, denn wenn man mit einem Industrieunternehmen Geld verdienen will, dann kauft man das Unternehmen und verkauft es, nicht um Kredite zu vergeben, um die Produktion des Unternehmens zu steigern. New York City, wo ich lebe, war früher eine Industriestadt, und die Industriegebäude, die Handelsgebäude wurden alle zu hochpreisigen Immobilien gentrifiziert, und das Ergebnis ist, dass die Amerikaner so viel Geld für Bildung, Miete, medizinische Versorgung zahlen müssen, dass sie, selbst wenn sie alle ihre physischen Bedürfnisse, ihre Nahrung, ihre Kleidung, alle Waren und Dienstleistungen umsonst bekämen, immer noch nicht mit ausländischen Arbeitskräften konkurrieren könnten, wegen all der Kosten, die sie zahlen müssen, die man im Wesentlichen als Mietwucher bezeichnet. (…)

Michael Hudson ist ein amerikanischer Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Missouri Kansas City und ein Forscher am Levy Economics Institute am Bard College. Er ist ein ehemaliger Wall-Street-Analyst, politischer Berater, Kommentator und Journalist. Er bezeichnet sich selbst als einen klassischen Ökonomen. Michael ist der Autor von J is for Junk Economics, Killing the Host, The Bubble and Beyond, Super Imperialism: The Economic Strategy of American Empire, Trade Development and Foreign Debt und The Myth of Aid, um nur einige zu nennen. Seine Bücher wurden ins Japanische, Chinesische, Deutsche, Spanische und Russische übersetzt veröffentlicht.

Pepe Escobar, geboren in Brasilien, ist Korrespondent und Chefredakteur der Asia Times und Kolumnist für Consortium News und Strategic Culture in Moskau. Seit Mitte der 1980er Jahre hat er als Auslandskorrespondent in London, Paris, Mailand, Los Angeles, Singapur und Bangkok gelebt und gearbeitet. Er hat ausgiebig über Pakistan, Afghanistan, Zentralasien bis hin zu China, Iran, Irak und den weiteren Nahen Osten berichtet. Pepe ist der Autor von Globalistan – Wie sich die globalisierte Welt in einen flüssigen Krieg auflöst; Red Zone Blues: A Snapshot of Baghdad during the Surge. Er war mitwirkender Redakteur bei The Empire and The Crescent und Tutto in Vendita in Italien,. Seine letzten beiden Bücher sind Empire of Chaos und 2030. Pepe ist auch mit der in Paris ansässigen European Academy of Geopolitics verbunden. Wenn er nicht auf Reisen ist, lebt er zwischen Paris und Bangkok.

The Consequences of Moving from Industrial to Financial Capitalism

The Consequences of Moving from Industrial to Financial Capitalism

January 7, 2021

Michael Hudson and Pepe Escobar last month took a hard look at rent and rent-seeking at the Henry George School of Social Science.

High-ended retailer Saks Fifth Avenue added private security, fencing and barbed wire ahead of a Black Lives Matter protest in New York, June 7. 2020. (Anthony Quintano, CC BY 2.0, Wikimedia Commons)

Michael Hudson: Well, I’m honored to be here on the same show with Pepe and discuss our mutual concern. And I think you have to frame the whole issue that China is thriving, and the West has reached the end of the whole 75-year expansion it had since 1945.

So, there was an illusion that America is de-industrializing because of competition from China. And the reality is there is no way that America can re-industrialize and regain its export markets with the way that it’s organized today, financialized and privatized and if China didn’t exist. You’d still have the Rust Belt rusting out. You’d still have American industry not being able to compete abroad simply because the cost structure is so high in the United States. (…)

China und Russland wollen Handel in US-Dollar und Euro durch einheimische Währungen ersetzen

RT 31.10.2020

Die von Russland angeführte Eurasische Wirtschaftsunion und China arbeiten weiter daran, den Anteil von Fremdwährungen im gegenseitigen Handel zu verringern. Hohe Beamte betonen jedoch, dass der Schritt nicht aus politischen, sondern Sicherheitsgründen realisiert wird.

Quelle: China und Russland wollen Handel in US-Dollar und Euro durch einheimische Währungen ersetzen

Why Are These Anti-Russian And Anti-Chinese Narratives So Similar? — Moon of Alabama

29.10.2020

After more than four years of Russiagate we finally learn (paywalled original) where the Steele dossier allegations about nefarious relations between Trump and Russia came from: A Wall Street Journal investigation provides an answer: a 40-year-old Russian public-relations executive named…

Why Are These Anti-Russian And Anti-Chinese Narratives So Similar? — Moon of Alabama

Betreff: China-Debatte mit Robert Fitzthum und Wolfram Elsner

Hinweis auf eine virtuelle Debatte zweier China-Experten

Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem Versuch, eine virtuelle Debatte über zwei kürzlich erschienene China-Bücher zu führen, begeben wir uns auf technisches Neuland. Wer es mit uns probieren will, ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Zwei ausgewiesene China-Experten (Robert Fitzthum und Wolfram Elsner) diskutieren über “zoom”. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Verlage Promedia/Wien und Westend/Frankfurt am Main.
Auf reges Interesse hoffen
Hannes Hofbauer & Stefan Kraft

Die Bücher:
Robert Fitzthum
China verstehen
Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und der Eindämmungspolitik der USA
Promedia Verlag, ISBN 978-3-85371-442-3, 224 Seiten, 17,90 Euro
Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/china-verstehen/

Wolfram Elsner
Das chinesische Jahrhundert
Die neue Nummer eins ist anders
Westend Verlag, ISBN 978-3-86489-261-5, 384 Seiten, 24.- Euro
Näheres zum Buch: https://www.westendverlag.de/buch/das-chinesische-jahrhundert/

Es diskutieren:
Robert Fitzthum (Nanning, China)
Wolfram Elsner (Bremen)
Moderation: Hannes Hofbauer

Zeitpunkt:
Mittwoch, 7. Oktober 2020 von 15 Uhr bis 16 Uhr.
Virtuelle Debatte über Zoom
Einloggen unter: https://zoom.us/j/94754564010?pwd=aSswM1Z6V3JnbzllRkdkY09JTE9DZz09

Die Bücher sind über den Buchhandel oder direkt bei den Verlagen zu beziehen.

--
Promedia Verlag
Wickenburgg. 5/12
A-1080 Wien

Tel.: 0043/1/405 27 02
Fax: 0043/1/405 27 02 -22

promedia@mediashop.at
www.mediashop.at
www.verlag-promedia.de

www.facebook.com/promediaverlag

Bankverbindung: Bank Austria 610 721 409 (BLZ 12000)
IBAN = AT15 1200 0006 1072 1409
BIC = BKAUATWW
UID-Nummer: ATU 14917009

Escobar: For China, Everything Is Proceeding According To Plan

Escobar: For China, Everything Is Proceeding According To Plan

by Tyler DurdenWed, 08/26/2020

Authored by Pepe Escobar via The Saker (originally posted at The Asia Times),

The contours of China’s long-term strategy for the new Cold War are quickly coming into view…

Let’s start with the story of an incredibly disappearing summit.nullChina, U.S. Expected to Restart Trade Talks

Every August, the leadership of the Chinese Communist Party (CCP) converges to the town of Beidaihe, a seaside resort some two hours away from Beijing, to discuss serious policies that then coalesce into key planning strategies to be approved at the CCP Central Committee plenary session in October. (…)

Gegen China: Deal zwischen Israel und VAE bildet Startschuss für „arabische Nato“- DWN

14.08.2020

Das jüngste Friedensabkommen zwischen Jerusalem und Abu Dhabi zielt offenbar darauf ab, eine „arabische NATO“ gegen den Iran, aber eigentlich gegen China zu gründen. Sie soll aus den Golfstaaten und mit Unterstützung der USA, Israels und der NATO Chinas Pläne zur Neuen Seidenstraße vereiteln. Wenn das gelingen sollte, wäre das ein harter Schlag gegen das Reich der Mitte.

Quelle: Gegen China: Deal zwischen Israel und VAE bildet Startschuss für „arabische Nato“

Explosion im Hafen von Beirut ist ein Schlag gegen Chinas Seidenstraße – DWN

06.08.2020

Der Hafen von Beirut sollte aus chinesischer Sicht eine wichtige Rolle beim Aufbau der Neuen Seidenstraße und beim Handel mit Europa spielen. Doch die Zerstörung des Hafens hat alle Träume zunichte gemacht. Ein schwerer Schlag gegen China und Europa.

Quelle: Explosion im Hafen von Beirut ist ein Schlag gegen Chinas Seidenstraße