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Elke SCHENK: EU-System-Error: Reset – Update – Exit? – Vortrag am 05.02.2016, 19:30, Forum 3, S-Mitte

EU-System-Error: Reset – Update – Exit?
Perspektiven für ein anderes EUropa nach der Unterwerfung Griechenlands

Vortrag und Diskussion
mit Elke Schenk (globalcrisis/globalchange NEWS)

Freitag, 5.2.2016, 19:30
in Stuttgart, Forum 3 (Gymnasiumstr. 21, vgl. http://www.forum3.de/top-navigation/infos-kontakt )

Elke Schenk nimmt die Unterwerfung der Syriza-Regierung im Juli 2015 zum Anlass für kritische Betrachtungen zur neoliberalen EU und Eurozone sowie Diskussionen um ein anderes EUropa.

Nach einer Einschätzung der bisherigen Syriza-Politik unter Alexis Tsipras sollen der Charakter und die zentralen Ziele der von dem Land zu erfüllenden Auflagen herausgearbeitet werden. Dies geschieht unter der Prämisse, dass Inhalt und Form der Unterwerfung Griechenlands die autoritäre Strategie der EU-Eliten gegenüber den Bevölkerungen aller EU-Länder offen legen. Diese schlägt sich in weiteren Plänen des EU-Establishments trotz des Scheiterns der bisherigen Wirtschafts-, Fiskal- und Finanzpolitik nieder.

Darüber hinaus werfen die Beteiligung des IWF und Eingriffe seitens verschiedener US-Akteure im Zuge der sog. Eurokrise die Frage auf, inwieweit Griechenland (und damit die EU) am geopolitischen Gängelband der USA gehalten werden sollen.

In den vergangenen Monaten hat sich der innere Zerfall der EU in unvorstellbarer Weise beschleunigt. Die etablierten Regelungsmechanismen funktionieren nicht mehr bzw. werden von Regierungen oder Bevölkerungen aufgekündigt.

Die breite Bewusstwerdung der autoritären Krisenbearbeitung seitens der EU-Eliten ebnet in linken Zusammenhängen den Weg für eine Neubewertung illusionärer Positionen zur EU und zur Eurozone, eine progressive Anti-EU-Politik scheint denkbar. Dazu gibt der Vortrag einen Überblick über die Hauptströmungen der aktuellen Diskussion und entwirft Eckpunkte einer Exit-Strategie.

In dem Zusammenhang wird auch betrachtet, inwiefern eine geopolitische Ausrichtung der EU in Richtung Eurasiens sowohl wirtschaftliche Perspektiven böte als auch eine Befreiung aus dem tödlichen Vasallenstatus gegenüber dem „US-Empire of Chaos“ (Escobar).

Documentation du Sommet pour un plan B en Europe

 

 

EN DIRECT – Sommet pour un plan B en Europe

Le samedi 23 janvier 2016 à partir de 13h00, suivez en direct le sommet du plan B. Retrouvez le programme complet à cette adresse : http://bit.ly/20GKV5P.

Our movement to democratise Europe & developments in Latin America and China – Interview with Brazil’s GLOBO TV

Recently I was interviewed by Brazil’s Globo TV. The extensive interview covered a large number of issues – from the European crisis and our fledgling movement to democratise the European Union (to be launched on 9th February in Berlin – WATCH THIS SPACE!), to the Middle East, the global economy, Brazil, the rest of Latin […]

http://yanisvaroufakis.eu/2016/01/19/our-movement-to-democratise-europe-developments-in-latin-america-and-china-interview-with-brazils-globo-tv/

Analyse: Unterrichtsmaterial zur Eurokrise extrem einseitig

http://www.spiegel.de/schulspiegel/unterrichtsmaterial-zur-eurokrise-sehr-einseitig-a-1048073.html

14. August 2015, 19:49 Uhr

Eurokrise in der Schule

Kinder, die Griechen sind selbst schuld

Von Bernd Kramer

In Schulbüchern kommt die Eurokrise kaum vor. Umso umtriebiger versuchen private Initiativen ihr Unterrichtsmaterial in die Klassen zu bekommen. Eine Auswertung zeigt nun: Die darin vermittelte ökonomische Sichtweise ist extrem einseitig.

Was ist da los in Griechenland? Die Schuldenkrise beherrscht die Schlagzeilen, auch in dieser Woche, und sie ist nicht immer leicht zu verstehen. Viele Wirtschaft- oder Sozialkundelehrer dürften sich schwer damit tun, die Eurokrise zum Unterrichtsthema zu machen. In Schulbüchern stehen nämlich kaum Informationen zu Hilfspaketen, Rettungsgipfeln und Schuldenschnitt-Debatten.

Wie gut, dass es im Internet passendes Lehrmaterial gibt. „Die Ursachen der Euro-Schuldenkrise“, heißt zum Beispiel ein Hintergrundtext, der sich auf der Seite „Wirtschaft und Schule“ findet.

Was zur Krise geführt hat, ist für die Autoren recht eindeutig: Es waren unter anderem die hohen Gehälter in Südeuropa. „In Deutschland etwa fielen die Lohnerhöhungen in den vergangenen Jahren relativ bescheiden aus, Griechen und Spanier konnten sich dagegen über ordentliche Verdienstanstiege freuen“, heißt es in der Unterrichtshilfe.

Es steht dort wie die einzig wahre und unumstößliche Interpretation, dabei diskutieren Ökonomen durchaus kontrovers über das Thema. Für manche liegt die Krisenursache nicht in Südeuropa, sondern eher in Deutschland: Hätten Arbeitnehmer auch hierzulande in den vergangenen Jahren mehr Lohn bekommen, stünden Spanien und Griechenland heute vielleicht besser da, weil Deutschlands Wettbewerbsvorteil geringer wäre. Doch von solchen Argumenten erfahren Schüler und Lehrer nichts. Kein Wunder: Herausgegeben wird das Material vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Der Sozialökonom Till van Treeck von der Uni Duisburg-Essen und sein Mitautor Philipp Kortendiek haben Unterrichtshilfen zur Eurokrise ausgewertet und kommen zu einem ernüchternden Fazit: Die Krise wird in vielen Fällen einseitig dargestellt, schreiben sie in einer Expertise, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt. Dem IW-Material attestieren die Autoren „eine klare neoklassische Ausrichtung“ – also eine Schlagseite zugunsten marktfreundlicher und unternehmensnaher Lösungsansätze. Als ähnlich einseitig empfanden die Duisburger auch eine Broschüre des Schulbuchverlages Schroedel zur Eurokrise und Materialien aus der Reihe „Handelsblatt macht Schule“, die von der Wirtschaftszeitung herausgegeben wird.

„Lobby, die das Material in die Schulen drückt“

Zu allen erdenklichen Themen ist eine Fülle an Unterrichtsmaterial im Umlauf. Im Jahr 2012 gab es nach Recherchen von Augsburger Forschern 882.540 kostenlose Arbeitsblätter im Netz; 16 der 20 umsatzstärksten Unternehmen gaben demnach Reihen für die Schule heraus. Wie oft sie verwendet werden, ist unbekannt. Doch gerade bei aktuellen Themen wie der Eurokrise, die es noch nicht in die Schulbücher geschafft haben, haben private Interessengruppen ein leichtes Spiel, befürchtet van Treeck. „Es gibt eine Lobby, die mit richtig viel Geld dieses Material in die Schulen drückt.“

Besonders erschrocken hat den Forscher allerdings, dass die staatliche Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ebenfalls einseitiges Material streut; sie ist eine wichtige Anlaufstelle für Sozialkundelehrer und steht im Ruf, neutral und unverdächtig zu sein. Doch auch eine aktuelle Broschüre der Bundeszentrale verteidige die umstrittene Austeritätspolitik, mit der die Schuldenstaaten auf Sparkurs gebracht werden, als unverzichtbar. „Dem Text mangelt es unübersehbar an Pluralismus in Bezug auf makroökonomische Konzepte“, heißt es in dem Gutachten der Forscher.

Zwar gebe es durchaus ausgewogenes Material bei der Bundeszentrale; die Broschüre war allerdings Teil der wichtigsten Publikation des Hauses – sie lag den „Informationen zur politischen Bildung“ bei, jenen schwarzen Heften, von denen Lehrer oft ganze Klassensätze bestellen. „So etwas darf nicht passieren“, findet van Treeck.

Subtile Einseitigkeit

Der Grundsatz, wonach bei gesellschaftlich umstrittenen Fragen auch im Unterricht verschiedene Positionen dargestellt werden sollen, wird in vielen Materialien unterlaufen. Oft subtil.

Die Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung etwa scheint auf den ersten Blick durchaus Argumente für und gegen die harten Sparauflagen zu diskutieren. Die Sparauflagen hätten „weitreichende soziale Auswirkungen“ gehabt und die „politische Stabilität“ der Krisenländer „auf eine harte Probe gestellt“, heißt es in der Publikation „Euro am Scheideweg?“.

Forscher van Treeck bezeichnet das allerdings als Scheinkontroversität. „Die Gegenargumente zielen allein auf die sozialen Auswirkungen der Sparpolitik“, sagt er. „Dass es auch ökonomische Gegenargumente gibt, wird nicht erörtert.“ So bleibe der Eindruck, der Austeritätskurs sei zwar unschön, aber alternativlos.

Die Duisburger Forscher haben sich zum Vergleich angesehen, wie die Eurokrise an französischen Schulen dargestellt wird. Jenseits des Rheins stellt, anders als in Deutschland, das Schulministerium zentral Unterrichtshilfen zur Eurokrise bereit; und die sind aus Sicht der Duisburger Forscher mindestens genauso einseitig – nur für die Gegenposition: In dem empfohlenen Material im Nachbarland wird die Austeritätspolitik durchweg kritisiert.

URL:

Viele Grüße

Elke Schenk

globalcrisis/globalchange NEWS

ALTVATER et al: Aufruf Griechenland-Referendum – Demokratie statt Erpressung

Wichtiger Aufruf (siehe Anhang) zum bevorstehenden Referendum in Griechenland von Elmar Altvater et al. :

Gesendet: Sonntag, 28. Juni 2015 um 12:04 Uhr
Von: „Thomas Sablowski“ <sablowski@soz.uni-frankfurt.de>
An: „‚Attac Mailingliste zur Eurokrise'“ <eurokrise@listen.attac.de>, ‚Eurokrise-koord‘ <Eurokrise-koord@listen.attac.de>, ‚Attac-de-info-Liste‘ <gruppen@listen.attac.de>
Betreff: [Eurokrise] Aufruf in Sachen Griechenland-Referendum
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
anbei sende ich Euch einen Aufruf, der die jüngste Entwicklung in Sachen Griechenland – die offene Erpressung des Landes durch Troika bzw. Eurogroup und die Entscheidung der Regierung in Athen, ein Referendum anzustreben – zum Ausgangspunkt hat.
Der Text wurde von Elmar Altvater verfasst und in kleiner Runde um das Team von FaktenCheck:HELLAS plus ein paar andere diskutiert und entwickelt.
Der Text wird gerade in andere Sprachen, so ins Griechische, übertragen.
Er soll bereits morgen in der Tageszeitung EFSYN – Zeitung der Redakteure – in Athen gedruckt und dann in der Montagsausgabe dieser wichtigen linken Tageszeitung erscheinen.
Für diesen Zweck können nur Unterzeichnungen berücksichtigt werden, die bis heute (Sonntag), 13 h eingetroffen sind.
Ansonsten kann der Aufruf natürlich auch noch später unterzeichnet werden.
Wer den Aufruf unterzeichnen möchte, sollte an Winfried Wolf (redmole@gmx.net) schreiben und bitte die vollständigen Namen und den ORT, ggfs. Titel übermitteln.
Herzliche Grüße
Thomas Sablowski

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Eurokrise Mailingliste
JPBerlin – Politischer Provider
Eurokrise@listen.attac.de
https://listen.attac.de/mailman/listinfo/eurokrise

Aufruf-Griechenland-Referendum-Demokratie-statt-Erpressung-2015-6-27-END

Ciao Stephan