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Die Masken fallen. Hintergründe des Machtwechsels in Paris – drei Texte zu MACRONS Unterstützern

Globalcrisis/globalchange NEWS

Stephan Best

14.05.2017

Hallo an die Listen.

Während die französischen Parlamentswahlen näher rücken, nimmt auch eine kritischere Sichtweise der Bewegung En Marche zu, die Emmanuel MACRON zum Präsidentensessel verholfen haben. Trotz weitgehend eingehaltenem Schweigegebot für die Medien die knapp vor den Wahlen aufgetauchten Leaks nicht zu veröffentlichen scheint das öffentliche Interesse an einer Berichterstattung über die Unterstützerkreise des Kandidaten wieder zuzunehmen. Die folgenden drei Artikel (a. b. c.) beschäftigen sich mit dem von deutschen Medien meist bejubelten und gerne mit seinen EU-Visionen begründeten kometenhaften Aufstieg.

(Der letzte Text wurde bereits über unsere englischen Listen verteilt.)

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a) Frankreich

Die Masken fallen

Macron-Leaks enthüllen: Machtwechsel in Paris von langer Hand geplant

er künftige französische Präsident Emmanuel Macron (r) und der schei

Der künftige französische Präsident Emmanuel Macron (r) und der scheidende Amtsinhaber Francois Hollande (M) begrüßen am 08.05.2017 in Paris den Chef des französischen Generalstabs, Pierre de Villiers. (Foto: dpa)

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 14. Mai 2017, 0:52 Uhr

dwn-machtwechsel-geplant-20170514

b) Von der Stiftung Saint-Simon zu Emmanuel Macron

von Thierry Meyssan

Das plötzliche Erscheinen von „En Marche“ (Übersetzt: Vorwärts!) einer neuen politischen Partei auf der französischen Wahlbühne und die Kandidatur ihres Präsidenten, Emmanuel Macron ist keinem Zufall geschuldet. Es ist nicht der erste Versuch der Anhänger einer aus französischer Regierungskaste und den USA bestehenden Allianz.

Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 28. April 2017

http://www.voltairenet.org/article196126.html

c) Pepe ESCOBAR: Emmanuel Clinton and the revolt of the elites; Asia Times 08.05.2017

Dear all,

below an analysis by Pepe ESCOBAR about Macron’s movement „En Marche!“ – set up for him by a network of powerful players and think tanks.

Below an excerpt – full text attached.

Martin Zeis
globalcrisis/change News

Emmanuel Clinton and the revolt of the elites

By Pepe Escobar May 8, 2017 9:31 PM (UTC+8)

So in the end the West was saved by the election of Emmanuel Macron as President of France: relief in Brussels, a buoyant eurozone, rallies in Asian markets.

That was always a no-brainer. After all, Macron was endorsed by the EU, Goddess of the Market, and Barack Obama. And he was fully backed by the French ruling class.

This was a referendum on the EU – and the EU, in its current set up, won.

(…)

An Orwellian shock of the new

Contrary to global perceptions, the biggest issue in this election was not immigration, it was actually deep resentment toward the French deep state (police, justice, administration) – perceived as oppressive, corrupt and even violent.

Even before the vote, the always sharp and delightfully provocative philosopher Michel Onfray, author of Decadence, the best book of the year and founder of the Popular University of Caen, identified some of the main players behind the Macron bandwagon: the “bellicose” philosopher Bernard-Henri Levy; Le Monde’s Pierre Bergé; Jacques Attali – who almost single-handedly turned the Soclalists into hardcore neoliberals; eminence grise Alain Minc; former MSF head Bernard Kouchner; and former May 1968 stalwart Daniel Cohn-Bendit – “In other words, the feral promoters of a liberal policy that allowed Marine Le Pen to hit her highest score ever.”

All of the above are faithful servants of the French deep state. I have outlined in Asia Times how the Macron hologram was manufactured. But to see how the deep state managed to sell him, it’s essential to refer to philosopher Jean-Claude Michea, a disciple of George Orwell and Christopher Lasch, and author of the recently published Notre Ennemi, Le Capital.

http://www.atimes.com/article/emmanuel-clinton-revolt-elites

Ciao Stephan Best

Thomas PANY zum Programm des Jean-Luc Mélenchon bei den anstehenden frz. Präsident schaftswahlen, TP 03.04.2017

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 04.04.2017

Thomas Pany hat auf telepolis gestern einen interessanten Bericht zum Programm des hierzulande wenig beachteten Kandidaten der französischen Präsidentschaftswahlen Jean-Luc Mélenchon veröffentlicht. Mélenchon (geb. am 19.08.1951 in Tanger) ist Vorsitzender der Parti de Gauche.

Einige wichtige Programmpunkte:

  • Erarbeitung einer neuen Verfassung + Referendum; Ende der präsidentiellen Monarchie, Abwählbarkeit von Parlamentariern im Laufe ihrer Amtszeit.
  • Frankreich raus aus der NATO. „Das Land sollte eine neue Allianz solcher Länder initiieren, „die sich weigern, sich den Imperien anzuschließen, um die Souveränität der Völker zu schützen, die über sich selbst bestimmen wollen“. Mit der „Macht des Imperiums“ zu konkurrieren ergebe keinen Sinn für Frankreich, so Mélenchon. In der Nato sei Frankreich nur ein Anhängsel der USA.“
  • Einführung einer generellen Steuer, die auf der Nationalität basiert, um Steuerflucht zu vermieden; Einkommen, die das Median-Einkommen um das 20fache übersteigen.
  • Bis 2050 Ausstieg aus der Stromgewinnung durch Atomkraft und 100%ige Deckung durch erneuerbare Energieträger.

Der gesamte Artikel ist im Anhang dokumentiert und verfügbar über die URL
www.heise.de/tp/features/Melenchon-Ein-Linker-den-die-Sozialdemokraten-fuerchten-3673561.html?view=print

A U S Z U G

… Die Deutschen scheinen abgrundtiefe Angst vor Veränderungen zu haben, hieß es vor einer Woche nach den Wahlen im Saarland an dieser Stelle: „Keine Experimente, nach Trump schon gar nicht mehr.“ (Saarland-Wahl: Die Deutschen in Schock-starre [1]). Wie aber steht es mit den Franzosen? Zu welchen Veränderungen sind sie bereit?

In Frankreich geht es in knapp drei Wochen nicht um eine Regionalwahl, sondern um die Präsidentschaft. Die erste Wahlrunde findet am Sonntag, den 23. April statt. Bislang richten die meisten großen Medien diesseits und jenseits des Rheins ihre Aufmerksamkeit auf ein „Duell“ zwischen Marine Le Pen und Emmanuel Macron.

Beide liegen in den derzeitigen Umfragen Kopf an Kopf mit Abstand vorne, Macron führte am Wochende in der Pop2017 BVA-Salesforce-Umfrage [2] knapp mit 25 Prozent vor Le Pen mit 24 Prozent. Mit 19 Punkte folgte der Kandidat der Rechte-Mitte-Partei „Die Republikaner“, François Fillon.

Mélenchon: Chancen auf einen Sieg
Man weiß, die Aussagekraft solcher Umfragen ist wenig verlässlich. Zudem gibt es eine ganz Menge konkurrierender Umfragen und mittlerweile schon eine Zusam-menstellung [3] mehrerer Umfrageergebnisse. Erkennbar ist ein bemerkenswerter Trend zugunsten eines Kandidaten, den die „Leitmedien“ nicht so oft in die Topnach-richten setzen: Jean-Luc Mélenchon, den eine Umfrage am Samstag [4] als Sieger unter den „Linken“ herausstellte: Er vertrete laut Umfrage „die Ideen und Werte der Linke am besten“.
Mittlerweile räumt ihm sogar die NZZ „Chancen auf einen Sieg“ [5] ein. Vor zwei Wochen konnte Mélenchon mit seiner Bewegung „La France insoumise“ („das sich nicht unterwerfende Frankreich“) über Hunderttausend (130.000 nach Angaben der Bewegung [6]) für einen Marsch von der Bastille zum Platz der Republik in Paris mobilisieren.
Am vergangenen Wochenende füllte er einen Saal in der Provinzstadt Château-roux [7] mit 3.000 Personen. Le Pen schaffte zuvor nur die Hälfte [8]. Mélenchons Kampagne will nun Fillon überholen und setzt dabei auf eine Gegenüberstellung [9], die man von Le Pen kennt: „La force du peuple“ – für das Volk gegen die Oligarchie. (…)

Raus aus der 5. Republik ..
Raus aus der Nato …
100 Prozent Steuer für Spitzenverdiener …
Raus aus der Atomkraft …

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