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Buchtipp: Fabian SCHEIDLER – Das Ende der Megamaschine – Geschichte einer scheiternden Zivilisation“

Betreff: Buchtipp: Fabian SCHEIDLER – Das Ende der Megamaschine – Geschichte einer scheiternden Zivilisation“, Promedia, April 2015

globalcrisis/globalchange NEWS
Martin Zeis, 30.08.2015

Hallo zusammen,

auf das oben angezeigte Buch Scheidlers stieß ich über eine Besprechung von Andrea KOMOLOSY* in „lunapark 12 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“, Heft 30, Sommer 2015. Nach der Lektüre kann ich mich ihrer Bewertung anschließen: „… Aus der Fülle der Neuerscheinungen ragt das Werk eines Generalisten heraus … Dass ihm mit „Das Ende der Megamaschine“ ein wahrhaft großer Wurf gelungen ist, liegt jedoch in seiner Erfahrung als Dramaturg, Theaterautor sowie Betreiber des globalisierungskritischen Fernsehmagazins www.kontext.tv. …“

* http://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/mitarbeiterinnen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/komlosy

Scheidler wird auf dem Kongress „Solidarische Ökonomie und Transformation“* am 11.09.2015 in Berlin eine/n Veranstaltung/Workshop anbieten und auf einer Lesereise im Herbst 2015 sein Buch präsentieren (siehe: http://www.counter-images.de/megamaschine/megamaschine-lesereise.html ).

* Kongress-Programm/Anmeldung/Infos über: http://solikon2015.org/de

Folgende Spots mögen einen ersten inhaltlichen Eindruck vermitteln:

I.
Kontext-TV Interview mit Fabian SCHEIDLER zu seinem im Frühjahr bei Promedia (Wien) erschienenen Buch „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“ (271 S., ISBN 978-3-85371-384-6).
Videobeitrag: 37:30 min, URL: http://www.kontext-tv.de/node/463

Begleittext:
Die planetaren Grenzen der Megamaschine sind erreicht / Transformationsprozess mit ungewissem Ausgang
Die globale Megamaschine stößt im 21. Jahrhundert an ökologische, soziale und ökonomische Grenzen, an denen sie letztlich scheitern muss, so Fabian Scheidler. Die politischen und ökonomischen Institutionen, die das System in den vergangenen Jahrhunderten geschaffen hat, erweisen sich als ungeeignet, adäquat auf diese Grenzen zu reagieren. Daher bewegen wir uns immer tiefer in einen chaotischen Übergangsprozess hinein, der Jahrzehnte dauern kann. Was am Ende herauskommt, lässt sich nicht voraussagen – auch fundamentalistische und faschistische Kräfte könnten weiter Aufwind bekommen. Entscheidend für eine sozial-ökologische Transformation sei es, mit dem Ausstieg aus der Megamaschine schon jetzt zu beginnen, um auf unvermeidliche systemische Brüche vorbereitet zu sein.
Gäste: Fabian Scheidler, Mitbegründer von Kontext TV, Buchautor („Das Ende der Megamaschine“), Theater- und Opernautor

II.
Inhaltsverzeichnis
Über den Autor
Einleitung

Teil I: Die vier Tyranneien
1. Kapitel: Macht
2. Kapitel: Metall
3. Kapitel: Markt
4. Kapitel: Ohnmacht
5. Kapitel: Mission

Teil II: Die Megamaschine
6. Kapitel: Monster
7. Kapitel: Maschine
8. Kapitel: Moloch
9. Kapitel: Masken
10. Kapitel: Metamorphosen
11. Kapitel: Möglichkeiten

Ausgewählte Literatur
Zeittafel A: Die vier Tyranneien (Kapitel 1–5)
Zeittafel B: Formation der globalen Megamaschine (Kapitel 6)
Zeittafel C: Konsolidierung, Expansion und Krisen (Kapitel 7–9)
Zeittafel D: Boom und Grenzen der Megamaschine (Kapitel 10–11)
Anmerkungen

III.
Einleitung

Das-Ende-Megamaschine-Einleitung.pdf

Erinnerungen an Walter MOSSMANN (* 31. August 1941 in Karlsruhe; † 29. Mai 2015 in Breisach)

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=14341

Walter Mossmann ist gestorben
Publiziert 30. Mai 2015
Walter Mossmann – unser Freund, Demokrat, Liedermacher, Wyhl- und Gorleben-Aktivist, Redner, Autor, Journalist & Regisseur ist am 29.5.2015 in Breisach gestorben. Er kreierte mit dem “Lied vom Lebensvogel”, dem Gorleben-Lied, eine Hymne der Anti-AKW-Bewegung.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer & ehemaliger Wyhl-Aktivist, hat uns die traurige Nachricht übermittelt. Axel schreibt: “Der erfolgreiche Protest gegen ein AKW im Wyhler Wald wurde von einer wunderbar unterschiedlichen und dennoch passenden Gruppe engagierter Menschen getragen, von Frauen und Männern, Kaiserstühler Winzern, von konservativen Bauern und linksalternativen Freiburger Freaks.
Einer dieser (nicht nur damals Aktiven) war unser Freund Walter Mossmann, ein analytisch kluger, scharfzüngiger Redner, Autor, Journalist, Regisseur und Liedermacher der (nicht nur!) bei der Erstellung wichtiger Texte der BI´s (Erklärung der 21 Bürgerinitiativen an die badisch-elsässische Bevölkerung) eine wichtige Rolle spielte. Sein “alemannisch” war manchmal ein wenig holprig, doch wenn es um gute, kluge Texte, Lieder, Reden und Analysen ging, war Walter Mossmann einer der wichtigen “Schreiber und Texter” der damaligen Anti-Atom-Bewegung, nicht nur in Wyhl und Gorleben. Walter war ein “Meister der Wortes” der uns in diesen schwierigen Zeiten fehlen wird.”
Hier ein Auszug aus einem der vielen Lieder von Walter Mossmann:
Die Wacht am Rhein
Im Elsaß und in Baden
war lange große Not
da schossen wir für unsre Herrn
im Krieg einander tot.
Jetzt kämpfen wir für uns selber
in Wyhl und Marckolsheim
wir halten hier gemeinsam
eine andere Wacht am Rhein.
Auf welcher Seite stehst du?
He! Hier wird ein Platz besetzt.
Hier schützen wir uns vor dem Dreck
nicht morgen, sondern JETZT!
Walter Mossmann projizierte die Idee vom Dreyeckland («es hat keine Grenzen sondern fließende Übergänge») auch auf die damals real existente und am schärfsten bewachte Grenze Europas, den Eisernen Vorhang, der an der Elbe die BRD von der DDR trennte. In seinem im deutschen Sprachraum weithin bekannten gewordenen «Lied vom Lebensvogel» sang er schon 1978:
„Da, wo die Elbe rauskommt aus dem Zaun, der unter Strom steht und schießt,
da, wo die Elbe n’Zaun lang durch die grüne Stille fließt,
steht dreiunddreißig Jahre, viel zu lange schon,
eine zerbrochne Brücke als Sinnbild der Region,
wo rechts und links vom Wasser verwandte Menschen wohn’,
für die der Fluss so breit wie n’Weltmeer ist.
Da denk ich an den Oberrhein, die Grenze zwischen Wyhl und Marckolsheim –
Warum soll so’n Zusammenschluss hier ausgeschlossen sein?
Die Herrn in Ost und West spielen mit uns ein schlimmes Spiel,
schau, unter unsern Füßen brennt derselbe heiße Müll,
und doch sind uns die Nachbarn drüben fremd, «das Land ist still»
noch ist es still, noch …
So sing doch, Vogel, sing, dass Gorleben lebt, dass dort der Totengräber seine eigene Grube gräbt…“
Axel: “Gerade das Lied vom Lebensvogel war eine große Ermutigung für die Umweltbewegung, die berühmte “kurze Rast im quellenkühlen Tal” auf dem langen Weg in eine nachhaltige Zukunft.
Walter war ein kritischer Demokrat und undogmatischer Linker, dem alle “Ismen” und insbesondere der Antisemitismus zutiefst zuwider waren. Er zeigte Rudi Dutschke den Wyhl-bewegten Kaiserstuhl, erinnerte an den von US-Konzernen gesteuerten Umsturz 1973 in Chile und sang das UNRUHIGE REQUIEM für unseren in Nicaragua ermordeten Freiburger Freund Tonio Pflaum.”
Die Umweltbewegung und die sozialen Bewegungen haben einen angenehm-unbequemen Freund und Mitstreiter verloren. Wir sind traurig!
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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Anti-Atom-Widerstandsfilm „S’Weschpenäscht – Die Chroniken von Whyl 1972-1982“
Sozialpolitik | Sa, 26/01/2013 – 16:41
Film „S’Weschpenäscht – Die Chroniken von Whyl 1972-1982“
BRD 1982 112 min
Regiekollektiv: Medienwerkstatt Freiburg
Im Rahmen der Ausstellung „Was wäre wenn…“ möchte der AStA der TUB euch einen weiteren Film zeigen:
Ein Film der die staatsgrenzenüberschreitende Anti-Atom Widerstandsbewegung der Badisch-Elsässichen Bürgerinitativen (BI’s) am Dreyeckland (Deutschland; Schweiz, Frankreich), eine der größten der Geschichte, in Kurzform darstellt. Wie alles mit ein paar Leuten begann, wie sie immer mehr wurden und wie sie sich nicht vom Staat verarschen ließen. Es war für mich sehr faszinierend zu sehen auf was für radikale Erklärungen und Aktionen sich die bis zu 25 BI’s, welche sich per direktdemokratischem Delegiertensystem organisierten, damals einigten. Sie riefen zu Besetzungen von Bauplätzen auf, führten Besetzungen durch, forderten z.B. „kein AKW in Whyl und anderswo“. Dieser Film hält uns mal wieder gut vor Augen, was möglich ist, wenn sich viele Menschen in solidarischer Weise gemeinsam organisieren.
Der Film, weitere Filme und weiterführende sehr informative Texte sind zu finden im Buch:
Bibliothek des Widerstands Band 18 „Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv I Die AKW-Protestbewegung von Wyhl bis Brokdorf“
Termin: Dienstag, 12. Februar 2013 – 18:00 bis 20:00
Ort: Plenarium AStA TUB
Typ: AStA
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Medienwerkstatt Freiburg
Der Kauf und/oder Verleih des Dokumentarfilms S’WESCHPENÄSCHT ist möglich unter:
34) S’WESCHPENÄSCHT – – Die Chronik von Wyhl 1970 -1982
      Medienwerkstatt Freiburg, BRD 1982, 85 Min.
      Verleih 25,00€ / Kauf (V+Ö) — € / Homevideo 20,00  € (jeweils zzgl. Versand und MwSt.)
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Martin Zeis
globalcrisis/globalchange News
martin.zeis@gmxpro.net